Hidrológiai Közlöny 1942 (22. évfolyam)

Szakosztályi ügyek

Heilwirkungen ungarischer Bäder 467 kung erwähnt. Werden nun diese 9 Agenzien bei Beurteilung der thera­peutischen Verwertbarkeit der einzelnen Heilbäder als Pfeiler dar­gestellt, aus denen als Folge der wirkenden Kräfte die darauf ruhende Brücke entsteht, wodurch bildlich das aus der Krankheit in die Gene­sung führende Überbrückungsvermögen des betreffenden Bades ange­deutet wird, dann werden sich daraus Heilbäder mit 1 Pfeiler, ferner solche mit 2, 3, ja evtl. sogar mit 8—9 Pfeilern ergében. Auf je mehr Pfeilern die Wirkungsfähigkeit eines Heilbades ruht, um so mehr Krank­heiten vermag es zu heilen, da ja jede einzelne, durch Pfeiler veran­schaulichte Heilkraft zur Behandlung einer anderen Krankheit dient. Je geringer dagegen die Pfeilerzahl ist, desto umschriebener ist die Heilwirkung des betreffenden Bades. So ist z. B. eine Mofette, die nur vermöge ihres C0 2-Gases wirkt und mit keinem anderen Agens ver­gesellschaftet ist, als ein Heilbad mit 1 Pfeiler zu betrachten. Tritt nun zu einem solchen Bad als wirksames Agens z. B. noch die Höhenlage hinzu, so verwandelt es sich vor unseren Augen in ein Heilbad mit 2 Pfeilern; und so geht es weiter ganz bis zu 8—9 Pfeilern. Die einzelnen Pfeiler sind auf der Abb. — der Intensität der natürlichen Heilkraft entsprechend — durch 4 Stärkegrade veranschaulicht: Der die schwache Heilkraft darstellende Pfeiler ist 1/4, der die starke ausdrük­kende 4/4 dick usw. Wollen wir nun auf dieser Grundlage ein Heilbad analysieren, so müssen wir bloss die Heilwirkung und das Anwendungsgebiet der einzelnen Agenzien kennen, um die medizinische Bedeutung des betref­fenden Heilbades festzustellen. Die wirkenden Kräfte sind ja in jeden Fachwerk angeführt, so z. B. auch im Badeanzeiger des Balneologi­schen Landesvereins, der als Nachschlagebuch jedermann zur Verfü­gung steht. Die Analyse des mit 5 Pfeilern bezeichneten Heilbades Bor­szék ergibt z. B. folgendes: Borszék übt chemisch durch sein kalk- und kohlensäurehaltiges Mineralwasser in Form von Bädern eine mäßige Salzwirkung aus, als Trinkkur beeinflusst es -— zufolge seiner chemi­schen Bestandteile (Kalzium) — Magen-Darmkatarrh, Gallenblasen­entzüdung, Gallen- und Nierensteine in vorteilhafter Weise, sein Koh­lensäuregehalt wirkt in Badekuren auf Herz- und Kreislaufstörungen, sein Schlamm auf rheumatische Erkrankungen und Frauenkrankheiten günstig ein, während die Höhenlage bzw. seine heilklimatische Eigen­schaft für Anämie, Erschöpfung, Rekonvaleszenz, Nervosität, Schlaf­losigkeit, Basedowkrankheit usw. heilsam ist. Analysieren wir auf die gleiche Weise z. B. das mit 8 Pfeilern versehene Bad Héviz, so kommen wir zum folgenden Resultat: Zufolge seines Ca-Gehaltes ist es von antiphlogistischer Wirkung, wegen seines S-Gehaltes gegen rheumatische Beschwerden und zur allgemeinen Re­generation anwendbar, seine Radioktivität dient dem gleichen Zweck

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