Hidrológiai Közlöny 1942 (22. évfolyam)

Szakosztályi ügyek

Heilwirkungen ungarischer Bäder 465 später sehen werden. Ich habe für diese komprimierende und volumen­vermindernde Wirkung durch Fussvolumenmessungen den Nachweis erbringen wollen. Die Bewältigung dieser Aufgabe ist mir solange sehr umständlich erschienen, bis es mir geglückt ist, in Gemeinschaft mit einem technischen Mitarbeiter (Ingenieur Rath ) ein Volumenmeßinstru­ment zu konstruieren, mit dessen Hilfe die Messungen leicht und rasch vor sich gehen. Die Messungen haben sodann meine Annahme tat­sächlich bestätigt. Sie haben erwiesen, dass während eines halb-einstün»­digen Bades im Hévizer Teich der normale Fuss durchschnittlich um 10 — 15 ccm, der kranke, geschwollene Fuss um weit mehr — ganz bis zu 53 ccm — abgenommen hat. Neben der angeführten auffälligen Wirkung übt der hydrostatische Druck erwähntermassen auch auf den Kreislauf einen nennenswerten Einfluss aus. So ist von Belang, dass der Wasserdruck zufolge der nach aufwärts allmählich nachlassenden Druckwirkung die venöse Zirkulation unterstützt, d. h. die Arbeit des Herzens gewissermassen erleichtert, indem er das hydrodynamische Gewicht des venösen Blutes mit lockerwandigem Gefässsystem aufhebt und dadurch der Bettruhe analoge Verhältnisse schafft. Auf Grund meiner mitgeteilten Untersuchungsergebnisse hat auch Bock die Wirkung des hydrostatischen Druckes auf den Blutumlauf geprüft und an der Hand seiner an entbluteten Hundekadavern, mittels künstlicher Herzeinschal­tung ausgeführten Untersuchungen einige meiner Feststellungen in bezug auf den Kreislauf widerlegt. Seine Argumente sind aber gerade in physikalischer Hinsicht unhaltbar, insofern er den Hundekadaver in liegender Stellung unter das Wasser getaucht hat, wodurch eben die wichtigste These der Frage, die Voraussetzung des Stehbades, zunichte geworden ist. Infolgedessen ist er natürlich zu anderen Ergebnisse ge­langt. Zur Erleuchtung dieses Umstandes genügt wohl die geometrische Darstellung dessen, was für den Blutumlauf das Baden in stehender bzw. liegender Stellung bedeutet. Im Stehbad wirkt der hydrostatische Druck parallel zum venösen Kreislauf, gegen das Herz mit nachlassen­der Intensität, während beim Baden in liegender Stellung die Gefässe vom Wasserdruck senkrecht getroffen und komprimiert werden. Das erstere wird geometrisch durch ein gleichwinkeliges Dreieck, das letz­tere durch ein Rechteck dargestellt, — dort ergibt sich eine Kuppe, hier eine Walze, welche die Gefässe in der Tat abwälzt und die Zir­kulation erschwert, im Gegensatz zum Stehbad, das die Blutströmung begünstigt. Auf Grund des Gesagten lässt sich die Heilwirkung des Wasser­mitäten bzw. im Unterbauch Ödeme, Schwellungen oder eine venöse Stauung beseitigen will, so z. B. bei Arthritis Unfallverletzungen, Venen­erweiterungen, Zuständen nach Thrombose, Unterleibsexsudaten, Frau­enkrankheiten usw.

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