Hidrológiai Közlöny 1942 (22. évfolyam)

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Heilwirkungen ungarischer Bäder 463 nebst dem chemischen auch ein intersiver mechanischer Einfluss zur Geltung, nämlich ausser dem hydrostatischen Druck noch eine mit den Wasserbewegungen einhergehende Wirkung, die dem Effekt des Wellenschlages nahesteht. Die Blasenbäder entfalten jedoch in der Regel keine ausschliessliche C0 2-Wirkung mehr, da in ihrem Wasser meistens auch sonstige mineralische Stoffe vorhanden sind. Sowohl die Mofetten wie die Blasenbäder könnten bei entsprechender materiel­ler Unterstützung und Propaganda als ungarische Spezialitäten auf den Fremdenverkehr eine weit und breit bekannte Anziehungskraft ausüben. 2. Die Wärmewirkung ist eine Eigenschaft, die jedem warmen Bad gemein ist, ganz einerlei, ob es sich dabei um reines Wasser oder um Mineralwasser handelt. Ich will die überaus komplizierten physiolo­gischen Wege des Wärmeeffektes nicht bis zum Schluss verfolgen, sondern beschränke mich auf die Bemerkung, dass hinsichtlich der thermischen Einwirkung die Verschiedenartigkeit der Salzlösungen von keiner besonderen Bedeutung ist. Diese entfalten ihre Wirkungen auf ihre eigene, bereits besprochene Art und Weise. Der Wärmeeffekt betrifft im wesentlichen die Funktionsänderung der Haut, — die Aus­lösung der Hyperämie, die Entstehung der Hautrötung, wobei der ref­lektorische Einfluss der Wärme auf das Vasomotor system, die Funktionen des vegetativen Nervensystems und die nach Wärmeeinwir­kung in der Haut und auch in den weiter entfernsten Organen sich bil­denden gefässerweiternden Stoffe (Histamin, Azetylcholin) mitspielen. Die Heilwirkung der Hyperämie ist allgemein bekannt. Es ist begreiflich, dass die warmen Bäder von alters her als beliebte Heilmittel der Men­schheit angesehen worden sind, und dass man die warmen Heilquellen immer gerne, auch aus weiter Ferne aufgesucht hat. Warme Heilbäder besitzen wir in reichlicher Anzahl. 3. Der mechanische Effekt der Bäder ist von großem Interesse und zugleich auch von Belang, ist aber von den Baineologen vernachlässigt worden. Erst in den letzten Jahrzehnten ist der mechanischen Bäder­wirkung die ihr gebührende Ehre erwiesen worden. Diese Wirkung kommt natürlich ausschliesslich bzw. hauptsächlich nur in einer grös­seren Wassermenge zur Geltung, also nicht in kleinen Wannenbädern, sondern in freien Teichbädern, in genügend tiefen und geräumigen Schwimmbecken und auch in grösseren Wannen. Nachdem ich zur Klärung dieser Frage durch eigene Untersuchungen auch selbst beige­tragen habe, will ich mich damit etwas eingehender befassen. — Die mechanische Wirkung der Bäder äussert sich in zweifacher Weise: einerseits macht sich die Auftriebkraft des Wassers geltend, d. h. der Körper erleidet im Wasser — dem Archimedischen Gesetz entsprechend

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