Hidrológiai Közlöny 1942 (22. évfolyam)

Szakosztályi ügyek

Der Kohlenbergbau Ungarns und das Wasser 457 wir auch zementhaltiges schotteriges Material, insgesamt 511 cbm Sand, 51,7 cbm Schotter und 3147 q Zement hineingeführt, um die Stoffe zu verdichten. Da überhaupt keine Besserung erzielt wurde, das Wasser sank nicht ab und die Unkosten dieser Experimente bereits mehrere 100.000 Pengő ausmachten, haben wir uns Mitte Mai entschlossen, in den tonnlägigen Schacht, der das Grubenfeld mit dem Füllort des Schachtes verbindet, einen Betondamm hineinzubauen und auch die Verbindung zu dem Wetterschacht (Schacht VII) durch einen Beton­damm zu versperren. Am 20. August ist diese Arbeit fertig geworden, sodass das Wasser nun endlich durch Dämme abgesperrt war. Durch die Bohrlöcher konnte man jetzt mit dem Zementieren anfangen, weil der Gegendruck hergestellt worden ist. So war nun das durch das Bohrloch hineingeführte Material gezwungen, in den den Wasserein­bruch verursacheden Hohlraum hineinzudringen. Der Wassereinbruch konnte endlich auf diese Weise abgesperrt werden. Als wir am 5. August 1940 die Dämme wieder eröffnet und das Wasser ausge­hoben haben, war nur noch ein Wasserzufluss von 2 cbm vorhanden. Die Beschreibung dieser einzigen Zementationsarbeit zeigt deutlich die Schwierigkeiten, die bei den Arbeiten solcher Art vorkommen kön­nen. Sicher ist es aber, dass ohne dieses Verfahren heutzutage keine Rede mehr von einem Bergbau im Esztergomer Kohlenbecken sein könnte. Die geschilderten Schwierigkeiten machen es verständlich, wie wichtig es wäre, die Zementierungsarbeiten bezw. das Absperren der Karsthöhlungen noch vor dem Beginn des Bergbaues durchzuführen. Aus diesem Gründe versuchen wir mit Unterstützung und Mitarbeit der Herren Professoren an der Technischen Hochschulle Dr. B. Pogány und Dr. M. Vendl , mit dem Apparat des Herrn Prof. Pogány, durch die sogenannte seismische Reflexionsmethode, in jenen Gebieten die Lagerungsverhältnisse des triadischen Kalksteins im Liegenden festzu­stellen, in denen in Zukunft die Produktion begonnen wird. Mit der grössten Hoffnung warten wir auf die Resultate und sind davon über­zeugt, dass als Resultat dieser Messungen die Lagerungsverhältnisse des Kalksteines sowie die Kenntnis der Verwerfungen desselben zahl­reiche Stützpunkte liefern werden., auf Grund deren die Zementier­arbeiten bereits präventiv durchgeführt und so unsere Gruben vor dem Karstwasser geschützt werden können.

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