Hidrológiai Közlöny 1940 (20. évfolyam)
VII. FEJEZET: Varia - Száhlender Lajos dr.: A budai keserűvizek története és gazdasági jelentősége
A budai keseríívizek története és gazdasági jelentősége 327 gom, konnte aber kaum noch die Spuren Bitterwassers von Esztergom erkennen. Was das Bitterwasser von Buda betrifft, kann festgestellt werden, dass es vor der Mitte des XIX. Jahrhunderts kaum bekannt war. Es wird behauptet, dass die erste chemische Analyse des Budaer Bitterwassers aus dem Jahre 1804 von Paul Kitaibel durchgeführt wurde. Der Verfasser weist aber darauf hin, dass P. Kitaibel im Jahre 1804 kein sulfathaltiges, sondern das aufgeschlossene, sehr dünne (l°/ 0 0 feste Bestandteile) sulfidhaltige Wasser des Budaer Kaiserbades, das von den Thermen das erste Mal zu Trinkzwecken gebraucht wurde, untersuchte. Die erste Analyse des Budaer Bitterwassers entstammt aus dem Jahre 1854 von Moritz Say (Wien) und von Karl Nendtwich (Budapest). Die Übersicht und Brauchbarkeit dieser Analysen wird in grossem Masse durch den Umstand verringert, dass hier die einzelnen Bestandteile zu Salzen zusammengestellt angegeben werden. Leider werden solche analytischen Ergebnisse auch heute noch mitgeteilt, obwohl gerade der berühmte ungarische Chemiker Karl Than, der erste war, der darauf hinwies, dass es viel zweckmässiger ist, in den analytischen Tabellen die Kationen und Anionén anzuführen. Die Entdeckung des Budaer Bitterwassers erfolgte im Jahre 1853, der erste grosse Erfolg kam aber erst nach zehn Jahren, im Jahre 1863, als der Bitterwasserbrunnen in der Ebene von Örsöd bekannt geworden ist. Hier wiederholte sich eigentlich der Fall, wie vor 10 Jahren Josef Bayer, ein Bauer aus Budaörs, dem seinerzeit dieses Gebiet gehörte, liess hier einen Brunnen graben. Das Wasser dieses Brunnens konnte aber weder Mensch noch Tier trinken. Bayer wandte sich mit seinen Sorgen an Andreas Saxlehner, der die Bedeutung des Problems richtig erkannte und hier die grösste Bitterwasseranlage der Welt gründete. Unter seiner Leitung, sowie nach seinem Tode unter der Leitung seiner Witwe und seiner Söhne entwickelte sich die überall bekannte grosse Unternehmung. Bis zum ersten Weltkrieg nahm der Betrieb des „Hunyadi János Bitterwassers" ständig zu. Kurz vor dem Kriege wurden jährlich 10 Millionen Flaschen verkauft. Der Export hörte dann im Kriege auf und konnte auch nach dem Kriege nur teilweise wieder aufgenommen werden. Nach der Statistik des Jahres 1940 erreichte der Umsatz an Bitterwasser in Ungarn nur 4% des Umsatzes von dem vor dem Kriege. Die Firma Saxlehner fragte bei mir im November 1935 an, ob ich in einer entsprechenden Form das Salz des Hunyadi János Bitterwassers herstellen könnte. Die Versuche erzielten ein günstiges Resultat, sodass seit Mai 1936 das natürliche Hunyadi János Heilbittersalz aus dem natürlichen Hunyadi János Bitterwasser betriebmässig hergestellt wird.