Hidrológiai Közlöny 1940 (20. évfolyam)

IV. FEJEZET: Az ivóvíz - Sarló Károly dr.: Milyen vizet ittak Budavárában Mátyás király idejében?

202 Dr. Sarló Károly Das Wasser vom Városkút ist von einem mittleren Härtegrad etwas höher. Von den Verwesungsprodukten konnte in ihm Ammoniak überhaupt nicht nachgewiesen werden. Auch die Nitrite kamen im Wasser nur in einer ganz kleinen Menge, in Spuren, vor. Der Oxygen- (Permanganat-) Verbrauch ist ebenfalls gering, wie auch die Menge der Chloride eine unwesentliche ist. Die Temperatur schwankte zwischen 10° und 11° C. Auffallend ist dagegen der hohe Nitratgehalt. Dieser Umstand besitzt jetzt zwar keine besondere Wichtigkeit, weist jedoch darauf hin, dass das Wasser einst einen von eiweiss- (nitrogen-) haltigen organischen Substanzen verunreinigten Boden durchdrang. Das Nitrogen dieser Substanz erreichte aber bereits auch den letzten Grad der Oxydation. Vom chemischen Gesichtspunkte aus kann also gegen dieses Wasser wie auch gegen das Wasser der Disznófő (Saukopt-) und Béla király­(König Béla-) Quelle kein Einwand erhoben werden. Das Wasser der beiden letztgenannten Quellen besitzt jedoch eine wesentlich abweichende Zusammensetzung und einen viel grösseren Härtegrad. Da die bakteriologischen Untersuchungen im Wasser von allen drei Quellen eine oberflächliche Verunreinigung feststellten, die wahrschein­lich infolge der Ausgrabungen entstand, wird das Wasser dieser Quellen auch in der Zukunft ständig kontrolliert. Die am 17. Dezember 1937 und am 23. Dezember 1940 genommenen Proben waren sowohl chemisch als auch bakteriologisch einwandfrei. Die am 30. Juni 1938 genommene Probe konnte nur vom bakteriologi­schen Gesichtspunkte aus beanstandet werden. Diese Tatsache weist darauf hin, dass das ausfliessende Wasser durch die äussere Verunreini­gung im Sommer und Herbst mehr gefährdet wird als in den Winter­monaten. Zur Zeit des Königs Mathias war das in die Burg eingeleitete Wasser der Városkút genannten Quelle von einer besseren Qualität als heutzutage. Es kann nämlich angenommen werden, dass damals das Wassersammei­gebiet der Quelle noch nicht in solchem Masse bewohnt war wie jetzt. So konnte damals auch der Boden nicht so verunreinigt sein wie heute. Damit soll aber noch gar nicht gesagt werden, dass das Wasser der Városkút-Quelle schlecht ist. Es wird nur darauf hingewiesen, dass — unter ähnlichen Verhältnissen — dieses Wasser in jener Zeit eine bessere Qualität besass. Die Hauptstadt wird übrigens diese schöngelegene Quelle bald mit entsprechenden Klärungs- und Filteranlagen versehen, sodass das erfri­schende Wasser der Quelle von jedem ohne Besorgnis getrunken werden kann. Dass Wasser dieser drei Quellen wird von uns übrigens auch in der Zukunft ständig kontrolliert.

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