Hidrológiai Közlöny 1938 (18. évfolyam)

Noszky Jenő dr.: Maros Imre emlékezete - Horusitzky Henrik: Budapest dunajobbparti részének hidrogeológiája

330 Horusitzky Henrik dass die Konzentration der vom Abhang absickernden schwachen Lö­sungen unten in der Ebene stark zunimmt". M. Balló (146) kam auf Grund seiner Analysen zu dem Resultat, dass „das Bitterwasser ausschliesslich als Lösung des im Kisceller Ton enthaltenen und einander gegenseitig zersetzenden Dolomits, Feldspats und Pyrits anzusehen sei". Schon K. Hofmann und weiland L. v. Lóczy sen. (216) beschreiben das Bitterwasser als an den Kisceller Ton gebun­denes freatisches Grundwasser. A. Vendl (343, 353) ergänzt obige auf die Herkunft des Bitterwas­sers bezügliche Theorie folgenderweise: Das Bitterwasser entsteht haupt­sächlich im oberen, bröckeligen Teil des Kisceller Tons. Die Konzentra­tion dieses Grundwassers hängt ausser dem Bittersalzgehalt des Tons hauptsächlich von zwei Faktoren ab, und zwar von der Strömungsge­schwindigkeit des Grundwassers und dem Masse seiner Verdunstung. Es scheint also die Frage der Herkunft eines natürlichen konzentrierten sulfathaltigen Wassers, also des Bitterwassers am Rande des Budaer Gebirges ganz geklärt zu sein. Die Strömungsgeschwindigkeit des Grundwassers ist durch die Morphologie der ehemaligen Oberfläche, durch alte Täler, Depressio­nen, mit schwachem Abfluss versehene Gebiete bedingt. Zur Konzentra­tion des Bitterwassers ist jedenfalls eine gewisse Stagnierung notwendig, so dass ein Teil des Wassers auf kapillarem Wege verdunsten kann und die Konzentration des Wassers auf natürlichem Wege zunimmt. Die ka­pillare Verdunstung hängt natürlich auch von der sedimentpetrographi­schen Struktur der Deckschichten ab. Je langsamer ist die Bewegung des Wassers und je grösser seine Verdunstung, desto grösser ist die Konzen­tration des Wassers, welche daher auch auf die Temperaturverhältnisse reagiert. Eine wesentliche Bedingung des Entstehens sulfathaltigen Wassers ist auch die entsprechende geologische Struktur, u. zw. eine undurch­lässige Liegendschicht und eine nicht allzumächtige Hagendschicht­serie von genügender Kapillarität. Diese Verhältnisse sind in der Ebene von Kelenföld aufzufinden. Das undurchlässige Liegende ist hier der frische, unzersetzte Kisceller Ton und das in den oberen, bröckeligen, verwitterten Lagen dieses Tones zirkulierende Wasser genügt zur Auflösung der sulfathaltigen Salze. Die Oberfläche des Kisceller Tones ist sanft gewellt, von ehemaligen Donau­läufen gefurcht, darüber folgt der wasserführende schotterig-sandige, fluviatile Schutt, bedeckt mit tonig-schlammigen Inundationssedimenten von geringer Mächtigkeit. Das Niederschlagswasser sickert leicht durch die Hangendschichten bis zum bröckeligen Kisceller Ton hinab, sammelt sich in dessen Vertiefungen, wo dann die kapillare Verdunstung unter

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