Hidrológiai Közlöny 1938 (18. évfolyam)

Noszky Jenő dr.: Maros Imre emlékezete - Horusitzky Henrik: Budapest dunajobbparti részének hidrogeológiája

Hydrogeologie von Buda 337 IV. Das Grundwasser. Das Grundwasser unterscheidet sich in geologischer Hinsicht inso­fern vom Schichtwasser, dass während das Schichtwasser stets von zwei impermeablen Schichten abgegrenzt wird, ist das gewöhnliche Grund­wasser von keiner undurchlässigen Schicht bedeckt. Wir bezeichnen also als Grundwasser das über die erste undurchlässige Schicht aufge­staute Wasser, das von herabsickernden Niederschlägen direkt gespeist wird. Schon diese hydrogeologische Lage des Grundwassers bestimmt die Gesichtspunkte bei hygienischer Beurteilung desselben. Befindet sich das Schichtwasser in grosser horizontaler Ausbreitung unter der un­durchlässigen Hangendschicht, bleibt es von den oberirdischen Verun­reinigungen nahezu vollständig abgeschlossen und auch seine seitlichen Zuflüsse werden während ihres längeren unterirdischen Laufes durch natürliche Filtration von den etwa mitgerissenen infizierenden Substan­zen gereinigt. Das von keiner undurchlässigen Schicht bedeckte Grund­wasser wird hingegen von ungehemmt eindringenden Verunreinigungen leicht infiziert. Gegrabene Brunnen sind meist vom Grundwasser ge­speist; wenn wir daher bedenken, dass fast Zweidrittel des menschlichen Körpers aus Wasser besteht und um dessen Verluste zu ersetzen der Organismus täglich durchschnittlich 2 kg Wasser zu sich nimmt, wird es klar, dass bei Brunnenbau auf Grundwasser eine gründ­liche Erwägung der hydrogeologischen Umstände unerlässlich ist. Vom Gesichtspunkte der Trinkwasserversorgung kann ein Grund­wasser nie sicher als infektionsfrei betrachtet werden. Im allgemeinen geben die tieferen Grundwasserhorizonte reineres und gesunderes Was­ser, als die höher liegenden, weil die bis zu einer grösseren Tiefe ab­sickernden Gewässer von einer mächtigeren Filterschicht gereinigt wer­den. Jedenfalls sind die in wenig bewohnten Gebieten abgeteuften Grund­wasserbrunnen meist reiner und infektionsfreier, als in Ortschaften und Städten. Ausserdem ist auch die unterirdische Bahn des Grundwassers in Betracht zu ziehen, weil wenn es während seines Laufes durch iniek­ziöse Gebiete fliesst (Friedhöfe, Ställe, Fabriken, Senkgruben, etc.), kann damit gerechnet werden, dass solches Wasser gefährliche Verunreini­gungen in die Brunnen mitführt. Obige Regeln sind von allgemeiner Gültigkeit und beziehen sich überhaupt auf jedes Grundwasser. Es ist aber zweckmässig auch das Grundwasser in Gruppen einzuteilen. Aus hydrogeologischem und prak­tischem Gesichtspunkt unterscheiden sich im Budaer Gebirge folgende Grundwasserarten : Grundwasser des Bergabhanges. Zu dieser Art gehören die an mehr­weniger steilen Abhängen talwärts lliessenden Grundwässer, welche im Budaer Gebirge sehr verbreitet sind und wie das Schichtwasser, bei

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