Hidrológiai Közlöny 1938 (18. évfolyam)
Noszky Jenő dr.: Maros Imre emlékezete - Horusitzky Henrik: Budapest dunajobbparti részének hidrogeológiája
Hydrogeologie von Buda 337 bitumenhaltiger grauer Kalkstein zur Ablagerung, der die sog. Raibier Schichten repräsentiert. Bis jetzt erwies sich dieses Gestein als fossilleer, dessen Alter nur auf Grund seines Liegenden und Hangenden festgestellt werden konnte. Der obere Horizont derselben komischen Stufe ist hingegen, sowohl was seine Fazies als auch was die Fauna betrifft, viel abwechslungsreicher. Während der jüngsten karnischen Periode wurden im Bereiche des Budaer Gebirges dreierlei Sedimente zu gleicher Zeit abgelagert, u. zw.: 1. der Hauptdolomit, der die grösste Rolle in der Obertrias des Gebirges spielt, 2. ein hornsteinführender Dolomit und 3. ein cephalopodenführender Kalkstein. Der Hauptdolomit ist ein helles Gestein von zelliger Struktur, worin am häufigsten Megalodonten vorkommen. Als Leitfossilien können Megalodon triqueter Wulf, Megalodon complanatus Gümb. und Megalodon carinthiacus Woehrm. betrachtet werden. (Fig. 1 und 2.) Die andere Abart des karnischen Dolomits ist der hornsteinführende Dolomit, durch Reichtum an Hornsteineinlagerungen charakterisiert. Die Entstehung der Hornsteinbildungen ist auf den Kieselsäuregehalt einstiger Lebewesen, hauptsächlich Kieselschwämme zurückzuführen, deren Skelettelemente in Dünnschliffen nachweisbar sind. Sonst werden in der Literatur aus diesem Gestein nur einige Brachiopodenreste erwähnt. An Fossilien ist der cephalopodenführende Kalkstein der oberen karnischen Stufe schon reicher. A. Kutassy erwähnt von hier (291) etwa 20 Cephalopoden. Dieser Kalkstein ist meistens hell und zerfällt infolge Zersetzung oft in ein feines kreideartiges Pulver. (S.: Fig. 1. und 2. Seite 42. u. 43.) Unter den triadischen Ablagerungen sind in der Umgebung Budapests die Ablagerungen der norischen Stufe die jüngsten. In dieser Serie herrscht ein weisser, dichter, sehr reiner kristalliner Kalkstein, der sog. Dachsteinkalk vor, welcher über den Sedimenten der karnischen Stufe lagert. Gy. Vigh konnte auch einen Dolomit norischen Alters nachweisen, welcher nach dem darin befindlichen Fossilrest als Halor ellendolomit bezeichnet werden kann. Über die Verbreitung dieses norischen Dolomits sind wir noch nicht ausführlicher unterrichtet. Mit der norischen Stufe schliesst die Triasserie. (S.: Fig. 3. Seite 44.) Eine auffallende Erscheinung des Budaer Gebirges ist, dass in zwei benachbarten Schollen die triadischen Ablagerungen verschiedene Fazies aufweisen. Nach der Auffassung F. Horusitzky's kann ein Fazieswechsel in einem so kleinen, Gebiet nicht angenommen werden, daher ist diese Erscheinung auf horizontale Verschiebungen zurückzuführen. Die tradischen Gesteine des Budaer Gebirges bestehen aus korallenund lithothamniumführendem Kalkschlamm, mochten daher nicht in gros-