Hidrológiai Közlöny 1937 (17. évfolyam)
Papp Ferenc dr.: Die warmen Heilquellen von Budapest
Die warmen Heilquellen von Budapest, Von F. Papp * Einleitung. Unbekümmert um das pulsierende, lärmende Treiben der Grossstadt, still und unaufhörlich seit dem Eozän brechen in Budapest an einer etwa 10 Km langen Linie Thermalquellen von verschiedener Zusammensetzung und Eigenschaft hervor. So wie diese Quellen einst in fernen geschichtlichen Zeiten bestimmende Faktoren der Besiedlung waren — die starke Anziehungskraft der Quellen liegt ausser Zweifel —so verblasste ihr Ruf in den stürmischen Zeiten der späteren Jahrhunderte, um nachher in freundlich-ruhigeren Perioden neuerliche Aufmerksamkeit wachzurufen und ausser der ortsansässigen Bevölkerung, Besucher aus fernen Gegenden heranzuziehen. In undurchdringliche Schleier der tiefen Vergangenheit verhüllt liegen die ersten Spuren der Erschliesser dieser Thermen. Man darf annehmen, dass bereits der erste Mensch, der dieses Gebiet betrat, auf die segensreiche Wirkung der warmen Quellen aufmerksam wurde. Die Römer, die ersten Ungarn, die Türken und nach ihrer Verdrängung neuerlich unsere Vorfahren haben diese Quellen nachweisbar gekannt und benützt. Im folgenden sollen die Ergebnisse der älteren und neuen Beobachtungen zusammengefasst werden, um in näherer Kenntnis derselben diese seltenen Geschenke der Natur besser schätzen zu lernen. Wir haben uns bemüht Antwort auf die Fragen zu geben, wo diese Quellen entstehen, woher ihr Wasser herrührt und durch welche Eigenschaften sie vornehmlich gekennzeichnet sind. Allgemein Bekanntes betreffend wurden auch die wichtigeren Werke der einschlägigen Literatur angeführt. Der Stoff wird auf naturwissenschaftlicher Grundlage behandelt, ärtzliche und heiltech*Die Handschrift wurde am 30. XII. 1936. abgeschlossen.