Hidrológiai Közlöny 1937 (17. évfolyam)
Noszky Jenő dr.: Mátraszöllős hidrológiai viszonyai
Die liidrologischen Verhältnisse von Mátraszöllős' in Ungarn 43 Die oben erwähnte grosse Änderung wurde durch geschickte Ausnützung, technische Erweiterung und Vertiefung der am WRande der Gemeinde befindlichen kleinen Quellen herbeigeführt. Dadurch entstanden aus den zwei — kaum etliche sec. liter liefernden kleinen Gerinnseln — mehrere, das 20—30 fache der alten Wassermenge liefernde Ausgussbrunnen, deren Wasser durch eine einfache Wasserleitung abwärts in die Gemeinde geleitet wird. Das Wasser des einen Brunnens wurde nach dem Beispiele von Eger einer ständigen Waschgrube zugeführt. Die Quellen sind nähmlich Thermen mit mässigem lauem Wasser von 19—20 C°. Die Genese der interessanten, reichlich wasserführenden Thermen erklärt folgender geologische Schnitt: (Abb. I. Siehe Ung. Text.) An den in NO der Gemeinde, zwischen den aus stratovulkanischen Piroxenandesit — und Rhyolittuffschichten aufgebauten Kerekbükk und Nagykőtető benannten Anhöhen, befindet sich nächmlich ein interessanter Sattel, bzw. eine Vertiefung, welche an der Oberfläche verhältnissmässig ansehnliche Reste von Leythakalk bedecken. Diesen vertiefungsartigen Einbruch brachten junge, von NW — SO streichende transwersale Verwerfungen zustande, welche man als Aequivalente der postunterlevantinischen Hauptverwerfungen des Salgótarjáner Kohlenreviers betrachten kann. Ausser ihnen sind die sie kreuzenden NO —SW streichenden älteren (aber ebenfalls erst postunterpannonischen, weil sie auch die letztere Gebilde zergliedern) Längsverwerfungen vorhanden. Durch diese Verwerfungen bleibt die in die Tiefe gesunkene Leythakalkdecke auf einer Fläche von mehr als ein Quadrat-Kilometer in Zusammenhang bestehen. Ausser dem besser zu beobachtenden Brüchen lockern natürlich noch viele, parallele kleinere Brüche und Lithoklasen auch die nähere Bazis der Fläche, nämlich die Andezitdecken, in welchen ziemlich viel Tuff — und Breccien zufinden sind. Der lose, sandige Leythakalk verschlingt schwammartig den Grossteil des Niederschlages und gibt ihn an die Poren und Risse der die Sohle bildenden Andezitdecke ab, so dass das Wasser ziemlich gut bis in die Mergelschichten der tieferen Bazis des Helvetiens durchsichern kann. Infolge des starken (9 —10 ! l ) SO Einfallens zieht das in die Tiefe sickernde Wasser gegen das Zagyvatal, und gelangt so unter die Lehme des verschliessenden höheren Miocens. Hier werden