Hidrológiai Közlöny 1937 (17. évfolyam)
Vitális Sándor dr.: A karsztvíz szerepe Budapest Székesfőváros dunajobbparti részének vízellátásában
296 Sándor Vitális Die Schürfbohrungen von Budakalász und Pomáz und noch mehr die Karstwasseruntersuchungen im Esztergomer Braunkohlenbecken beweisen, dass im Ungarischen Mittelgebirge, u. zw. hauptsächlich in den abgesunkenen Beckenteilen, aber auch selbst im Gebirge, das Urkarstwasser durch Bohrungen fast überall aufzuschliessen ist. Das Karstwasser soll natürlich, auch vom Gesichtspunkte der Rentabilität aus, nicht in den höheren Gebieten, sondern in den abgesunkenen Becken gesucht werden. Ich möchte nun ein Beispiel erwähnen, woraus zu ersehen ist, wie günstig die Wasserversorgung von Budapest mit dem Karstwasser gelöst werden könnte. Der Wasserbedarf des Wasserresorvoirs am Sasberg beträgt etwa 6.2 nvVmin. Das Wasser dieses Beckens kommt von Káposztásmegyer u. zw. aus einer Höhe von 106 m. ü. d. M., sodass mehrere Hebewerke eingeschaltet werden mussten. Die Länge der Leitung beträgt nicht weniger als etwa 15 km. Aus einer Bohrung in etwa 2 km Entfernung vom Sammelbecken und in etwa 110 m Höhe ü. d. M. (z. B. an der Budaörsi-Strasse, oder in der Nähe des Kelenfölder Bahnhofes oder der Károly-Kaserne) könnte die gewünschte Wassermenge viel rentabler gewonnen werden. Die Spesen einer Schürfbohrung nach dem Karstwasser liefen ungefähr auf 30,000 Pengő aus. Diese Summe ist in Anbetracht der grossen Bedeutung der Bohrung wirklich sehr gering. Im Gebiet von Buda gibt es noch mehrere Stellen, wo Wasser aufgeschlossen werden könnte, mit welchem die übrigen Teile von Buda, wie auch die bereits vorhandenen Sammelbecken mit Karstwasser zu versehen wären, so z. B. Vérmező, Pasarét, die Niederung zwischen Óbuda und Csillaghegy u. s. w. Gegen eine Wasserversorgung mit Karstwasser wurden folgende Einwendungen gemacht: 1. Die Menge des Karstwassers ist zu gering. 2. Das Karstwasser ist zu warm. 3. Das Karstwasser ist im bebauten Gebiet verunreinigt. Es sei mir gestattet, diesen Einwendungen gegenüber folgende Tatsachen zu erwähnen. 1. Die Menge des aufschliessbaren Urkarstwassers ist genügend, da allein die Budaer und Békásmegyerer Quellen und künstlichen Aufschlüsse einen Wasserertrag von mindestens 35.6 m 3/min liefern. (Diese Wassermenge bedeckt bereits den ganzen Wasserbedarf von Buda.) Im Esztergomer Braunkohlenbecken lieferte ein