Hidrológiai Közlöny 1937 (17. évfolyam)

Papp Ferenc dr.: Die warmen Heilquellen von Budapest

,224 Ferenc Papp des Unbekannten Soldaten wurde in der Zeit vom 15. Oktober 1868 bis 11. Mai 1878 ein artesischer Brunnen gebohrt, den wir dem Wissen und der beispielgebenden Ausdauer V. von Zsigmondy's zu verdanken haben. (85). Die Idee eines artesischen Brunnens im Stadtwäldchen wurde durch Zsigmondy in der Fachsitzung der Ungarischen Geologischen Gesellschaft's am 12. Dezember 1866 im Rahmen eines besonderen Vortrages aufgeworfen. Wie es aus dem seinerzeitigen Bericht der Zeitschrift „A Földtani Társulat Munkálatai" (Arbeiten der Geologischen Gesellschaft. 1867, Band III. Seite 190) hervorgeht, wurde Zsigmondy lediglich durch seine geologischen Beobachtungen auf den Gedanken eines solchen Brunnens gebracht. Seinen Beobachtungen gemäss vertritt er die Ansicht, dass das Nicderschlagswasser durch die zahlreichen Risse und Spalten, die Gesteine der Ofner Berge durchsetzen, in das Erdinnere eindringt, „um von dort nach Erwärmung wieder an die Bodenoberfläche zu treten." Weiters hat er für feststehend ange­nommen, dass 1. der Grundwasserträger sich nach der Pester Seite der Stadt hinüberziehe, 2. dass man Untergrund auf der Pester Seite unter einer Reihe mächtiger undurchlässiger Schichten Ther­malwasser antreffen müsse und 3. dass eine durch Bohrung er­schlossenen heisse Quelle als Geyser auftreten würde. Im Laufe der Arbeit, die am 15. November 1868 begonnen und im Mai 1878 vollendet wurde, mussten über 50 Male schwere Hin­dernisse überwunden werden. Wie man es aus den Berichten über den Verlauf der Bohrarbeiten erfährt, sind etwa 28-mal schwere Bohrerbrüche eingetreten, 13 harte Gesteinschichten mussten durch­teuft werden, 8-mal kam es zu gefährlichem Einsturz des Bohr­loches, 2-mal wurden die Rohreinlagen im Bohrloch zusammenge­drückt und einmal (am 2. Juli 1874) wurde der Bohrturm vom Blitz getroffen. Diese Hindernisse, die andere längst zum Aufge­ben des Vorhabens veranlasst hätten, vermochten Zsigmondy nicht zurückzuschrecken und er hat das Werk unterschützt durch seine treue Helfer V. Dávid und B. von Zsigmondy mit umso grös­serer Zähigkeit und Willenskraft weitergeführt. V. von Zsigmondy zählte nicht nur zu den besten Ingenieuren seiner Zeit, sondern war auch zufolge einer vielseitigen und tiefen Bildung ein vorzüglicher Geologe. Das aus dem Bohrloch zutage geförderte Material hat er selbst untersucht, die Lagerung der

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