Hidrológiai Közlöny 1937 (17. évfolyam)
Papp Ferenc dr.: Die warmen Heilquellen von Budapest
,202 Ferenc Papp Das Wasser der Szent István-Quelle fliesst mit natürlichem Fall in das Sammelbecken neben dem Maschinenhaus und versieht die Dampf-, Schlamm- und Wannenbäder. Im Gebiete des Császár-Bades brechen also warme und laue Quellen hervor, die bei verschiedenen Leiden zu Heilzwecken benützt werden. Sie brachen in der letzten Periode der geologischen Vergangenheit, im Pleistozän, am Józsefberg um 40—50 m höher als jetzt hervor. Die historischen Daten beweisen, dass das Wasser dieser Quellen bereits die Römer zu Badezwecken verwendeten. In den Türkenzeiten versah das Wasser dieser Quellen auch mehrere Bäder. F. Linczbauer erwähnt bereits im Jahre 1837, dass sich im Gebiete des Császár-Bades im Laufe der Zeit in drei Fällen Mönchsorden niederliessen. Die Behüter der Quellen waren vor der Türkenzeit die Trinitarier, dann die Derwische und jetzt die Barmherzigen Brüder. Die Quellen des Kirdlybades. Tachtelli Jachtelli noman — Tafelbad — Spitalbad •— Purgatórium —Sprengerbad — Königsbad. Der türkische Stadthalter Szokoli Mustafa baute dieses Bad aller Wahrscheinlichkeit nach im Jahre 1560. Leopold I. verschenkte es seinem Leibarzt Fr. F. Wartenberg und seinen Erben, mit der Verpflichtung, das Bad imstandezuhalten und einrichten. (3. III. 1687.). Es überging im Jahre 1703 in den Besitz von Fr. F. Himer, dessen Erbe K. Himer das Bad den Freiherrn Pfeffershofen verkaufte. Seine Gattin Olympia Magni trennte sich alsbald vom Bade und so gelang es 1818 zuerst in den Besitz von L. Aigner und dann in den der Familie Springer. Im Jahre 1768 kaufte es M. Birisits um 12.000 Gulden an. Im Jahre 1796 ist der Besitzer Fr. König, jetzt gehört es J. Ringer. Der wiederholte Wechsel der Besitzer ist nur den Wendungen des Schicksals zuzuschreiben, da diese Quelle eines unserer besten Heilbäder ist. Sie ist die am meisten westlich gelegene Quelle der Jözsefberger Quellengruppe. Aus dem sandigen Donauschlamm brechen fünf kleinere Quellen auf. Das Quellbecken ist 6.35 m lang, 3.55 m breit und 4.25— 4.45 m tief. Es gelang durch ein 786 m langes Rohr mit natürlichem Fall in das Badebecken des Königbades im Gebäude Fö-utca 84. Dieses Becken ist 5.63 m lang und 3.15 m breit.