Hidrológiai Közlöny 1937 (17. évfolyam)

Papp Ferenc dr.: Die warmen Heilquellen von Budapest

Die warmen Heilquellen von Budapest 115 verändern kann und dass die diesbezüglichen, allgemein bekannten Feststellungen sich nur auf die oberflächlichen, bzw. auf die sich in der Nähe der Überfläche befindenden Gesteine beziehen; in einer grösseren Tiefe, wo der Druck eine grössere Rolle spielt, ist auch die Wasserleitungs- und Wasseraufnahme-Fähigkeit eine andere. Die Wasserleitungs- und Wasseraufnahme-Fähigkeit hängt in grossem Masse vom Porenvolumen ab. Wir können auf das Poren­volumen der im Untergrund von Budapest befindlichen Gesteine auf Grund der allgemein angenommenen Beispiele folgern, nach den an nordholländischen Ablagerungen durchgeführten Bestimmungen von Wintgens. Die meisten Gesteine des Untergrundes sind wasserdurchläs­sig. So z. B. alle alluvialen und diluvialen Ablagerungen: Sand, schlammiger Sand, schlammiger Schotter, Torf, weiterhin von den jüngeren Ablagerungen der Löss, Schotter, Sand, Schlamm und die Übergänge derselben, der sarmatische- und Leithakalk, die oberen Schichten des Kisceller Tones und infolge ihrer zerklüfteten Struk­tur der Mergel und der Kalkstein. Auch die älteren triadischen Dachsteinkalkstein- und Dolomitschichten sind ebenfalls infolge ihrer zerklüfteten Struktur wasserdurchlässig. Halbwasserdurchlässig sind die tertiären sandigen, schlammi­gen und tonigen Schichten. Wasserundurchlässige Gesteine sind die oligozänen und pliozänen Tonbildungen. Das Budaer Gebirge, sowie das Pilis- und Visegrád-Gebirge wird also grösstenteils von wasserdurchlässigen Gesteinen aufge­baut. In der Ebene von Pest spielen die wasserdurchlässigen Schich­ten nur in den oberen Horizonten eine grössere Rolle, während den feinen, wasserundurchlässigen Sedimenten im Allgemeinen eine grössere Bedeutung zukommt. Die mächtigen, wasserundurchlässi­gen Schichten spielen beim Aufbrechen der Thermen eine sehr grosse Rolle, weil sie durch ihr Gewicht einen bedeutenden Druck auf die Schichten des Untergrundes ausüben. Diese schweren Bildungen wirken auf das mit Wasser gefüllte Becken als ein mächtiger Deckel. Durch die Pressung fliesst das Wasser unten in der Richtung des geringsten Widerstandes, so dass es im Gebiete der Thermal-Linie aufbricht. Die tonenthaltenden Ge­steine wirken nicht nur durch ihr Gewicht, sondern auch durch die Struktur, infolge deren sie als ein Damm betrachtet wer­*8

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