Hidrológiai Közlöny 1937 (17. évfolyam)

Papp Ferenc dr.: Die warmen Heilquellen von Budapest

104 Ferenc Papp führlichen und verlässlichen Analysen höchste Beachtung, sondern ebenso seine Feststellungen grundsätzlicher Art. Than hat schon in 1864 darauf hingewiesen, dass eine Gruppierung zu Salzen der analytisch ermittelten Einzelbestandteile willkürlich und unrichtig sei. Zweckmässig erscheint nur anzugeben, welche positive und negative Bestandteile und in welchem Masse in irgend einem Wasser vorhanden sind, demzufolge soll sich eine Darstellung der Analysen­ergebnisse auf die Mitteilung der Gewichtsäquivalente dieser Be­standteile beschränken. Übrigens war es K. Thun, dem es gelungen ist, im Wasser des artesischen Brunnens auf der Margareteninsel eine neue Verbindung, das Karbonilsulfid zu entdecken. Die Tabellenbeilage enthält die Grenzwerte der im Wasser der einzelnen Quellengruppen nachgewiesenen wichtigeren Bestand­teile. Für die Herkunft der gelösten Bestandteile kommen — wie bereits erwähnt — die vom Wasser durchflossenen Gesteine in Betracht. Die mitunter gemachte Beobachtung, dass nahe zu einan­der zutagetretenden Quellen Wasser abweichender Zusammen­setzung liefern, muss daher nicht auf verschiedene Grundwasser­lager zurückgeführt werden, sondern vielmehr auf die Tatsache, dass sich dem Wasser Wege durch die Spaltungen verschiedener abgesonderten Gesteinschichten bieten. Die Frage nach der Herkunft der im Wasser der Ofner Ther­men enthaltenen wichtigeren gelösten Bestandteile lässt sich wie ^ folgt beantworten : a) Karbonate. Sowohl der Verbreitung, als auch dem mengen­mässigen Anteile nach die wichtigsten der im Wasser der Ofner Thermen enthaltenen Verbindungen. Die verschiedenen Kalksteine: Karnischer Kalk, Dachsteinerkalk, Nummulitkalk; Obertriassischer Dolomit, eozäner- und oligozäner Mergel, mit denen das empor­steigende Wasser in Berührung tritt, erklären das Vorherrschen des Kalziumkarbonats. Das in kleineren Mengen, aber stets vor­handene Magnesiumkarbonat entstammt aus dem Dolomit. Die Abscheidung von kohlensaurem Kalk, die unmittelbar nach dem Zutagetreten des aus der Tiefe ankommenden und von gelösten Karbonaten gesättigten heissen Wassers unter dem Einfluss d:s atmosphärischen Kohlendioxydes erfolgt, hat seit dem Pleistozän bis zu unseren Tagen ansehnliche Kalktuffablagerungen erzeugt. An weiteren Karbonaten sind Natriumhydrokarbonat, Lithiumhydro-

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