Hidrológiai Közlöny 1936 (16. évfolyam)
Ijjász Ervin: A nyersalomtakaró szerepe az erdők vízháztartásában
Die Rolle des Rollhumus im Wasserhaushalte des Waldes 93 nisse des Bodenlebens der Schlagfläche, diese schon im ersten Jahre vollkommen zerfiel. Einen scheinbaren Widerspruch zeigen Abb. 4 und 5. Die verhältnissmässig starken Moderungsschichten dieser Versuchsflächen binden den einsickernden Niederschlag beinahe vollkommen; infolgedessen konnten die tieferen Schichten nicht gesättigt werden. Ausserdem erfuhren die auf lockerem Mineralboden liegenden Humusschichten eine derartige Auswaschung der Humuskolloide, dass hier streng genommen von einer Humusstoffschichte nicht mehr gesprochen werden kann, da eine Vermischung zwischen Humus und Mineralboden stattgefunden hat. Die Wasserkapazität einer derartigen Schicht ist bedeutend geringer, als die der aus rein organischen Stoffen bestehenden und auf dem Mineralboden angehäuften Humusstoffe. Abb. 9 stellt die untersuchten Rohhumusdecken nach ihrem durchschnittlichen Feuchtigkeitsgehalt gruppiert dar. Den geringsten Wassergehalt hat Nr. 2 (Fichte), den grössten Nr. 4 (Kiefer); wenn wir die Verhältnisse der Schlagfläche auch in Betracht ziehen, so hat Nr. 5 den grössten Wassergehalt. Diese Reihenfolge des Feuchtigkeitsgehaltes stimmt mit der Stärkereihenfolge der Rohhumusdecken tiberein. Daraus ist ersichtlich, dass die vom Auflagehumus zurückgehaltene Niederschlagsmenge in erster Linie von der Stärke der Humusbelages abhängig ist. Eine Ausnahme bilden Kolonne 1 und 5, die in der Stärkereihenfolge an erster, bzw. vierter Stelle stehen. Die Ursache dieser Abweichung ist die, dass bei Versuchsfläche 1 der Auflagehumus in einem Fichtenbestande mit dem Schlussgrad 0.5 liegt. Die Baumkronen lassen eine grössere Niederschlagsmenge auf den Boden gelangen, als bei den übrigen Fichtenbeständen mit 0.8—0.9 Bestandesschluss. Daraus folgt aber, dass der Wassergehalt der Rohhumusdecke mit dem Bestandesschluss im umgekehrten Verhältnis ist. Bei der Schlagfläche (Nr. 5) steht der Wassergehalt mit dem gefallenen Niederschlag im gleichen Verhältnis. Im geschlossenen Bestände hängen die Feuchtigkeitsverhältnisse von der Art der Laubkrone ab. Betrachten wir nun die Untersuchungen einmal zahlenmässig. Tabelle I zeigt den Wassergehalt von 1 m 3 Auflagehumus, während der Untersuchungen, wobei der Feuchtigkeitsgehalt der Streu, Moderung und Humusstoffschichte angegeben ist.