Hidrológiai Közlöny 1936 (16. évfolyam)
Ijjász Ervin: A nyersalomtakaró szerepe az erdők vízháztartásában
Die Rolle des Rohhumus im Wasserhaushalte des Waldes. Von Ervin Ijjdsz. Mitteilung aus der kön. ung. forstlichen Forschungsanstalt. Vorstand: Univ. Prof. Gyula Roth. Das wichtigste Lebenselement der Baumvegetation ist das Wasser. Die übrigen Vegetationsfaktoren folgen erst in zweiter Linie. Die Rolle des Wassers hat hauptsächlich im ariden Klima eine ausschlaggende Bedeutung und ist in den häufigsten Fällen der wichtigste Faktor der erfolgreichen Forstwirtschaft. Die Kenntnis des Wasserhaushaltes der Waldböden ist eine der ersten Anforderungen der zielbewussten Wirtschaft. /. Zusammenhang zwischen Niederschlag und Bestand. Die Bodenfeuchtigkeit wird in allgemeinen nach der Niederschlagsmenge beurteilt, die auch ihre wichtigste Quelle ist. Es ist jedoch bekannt, dass nur ein geringer Teil — beiläufig % in den Boden gelangt, während das übrige Wasser oberflächlich abfliesst und verdunstet. Das Eindringen des Wassers in den Boden wird in erster Linie vom Pflanzenbelag verhindert, dessen umfangreiches Laub eine bedeutende Niederschlagsmenge zur Verdunstung bringt. Dies bezieht sich in erhöhtem Masse auf die bestockten Flächen. Die Baumkrone ist — mit den Augen des Praktikers betrachtet — als ständig trocken anzusprechen, vermag daher jederzeit einen Grossteil des Niederschlages zu binden: von dem starken und anhaltendem Regen wird weniger, von dem geringen, langsam fallenden Regen wird mehr verdunstet. Die Verdunstung ist im Sommer bedeutend grösser als im Winter. Die durch die Bäume gebundene Niederschlagsmenge ist in erster Linie von der Intensität und Dauer des Niederschlages abhängig. Den Zusammenhang zwischen Niederschlagsintensität und der bindenden Wirkung verschiedener Bestände veranschaulichen am besten die Untersuchungen von Hoppe. Er fand z. B., dass ein 60-järiger Fichtenbestand 75% eines Regens von 5 mm, 50% eines