Hidrológiai Közlöny 1936 (16. évfolyam)

Bolberitz Károly dr.: A kémiai vizsgálat adatainak értékelése a kútvizek higiéniai megítélésénél

Bewertung der Resultate der chemischen Untersuchung usw. 65 verunreinigenden Stoffe und auch das, was ich am Anfang meiner Studie erwähnte: dass nämlich in Fällen, wo nur eine einmalige oder selten wiederholte Untersuchungen in Betracht kommen, die chemische Analyse viel wertvollere Angaben liefert, als die bakterio­logische Untersuchung, weil sie den hygienischen Charakter des Wassers beleuchtet. Hiermit soll keineswegs die Wichtigkeit der bakteriologischen Untersuchung bezweifelt werden. Es ist nicht zu bestreiten, dass die verlässlichsten Resultate durch systematische bakteriologische Kontrolle erzielt werden können, die sich aber leider nur in den seltensten Fällen verwirklichen lässt. Das zweite Resultat, das sich aus den obigen Untersuchungen ergibt, ist eine Mahnung, dass eine grössere Sorgfalt auf die fach­gemässe Einsammlung der Wasserproben zu verwenden ist. Die Daten scheinen darauf hinzuweisen, dass ein bedeutender Teil der Wasserproben gelegentlich der Entnahme oder des Transportes infiziert wurde. Die Beseitigung dieses Fehlers könnte die Verläss­lichkeit der Resultate der bakteriologischen Untersuchung bedeutend erhöhen. Vom Gesichtspunkt der Wasserversorgung Ungarns ist die Tatsache sehr wichtig, dass ein ansehnlicher Teil der guten Wässer in den Brunnen infiziert wird. Bei diesen Brunnen würden ent­sprechende Änderungen, sowie die Ausbesserung des Mauerwerks, oder der fachgemässer Einbau zweckmässiger Hebeeinrichtungen etc. gute Erfolge bringen. Durch diese Massnahmen könnte man ohne Zweifel mit dem geringsten Kostenaufwand genügende Resultate erzielen. Was die Beurteilung der chemischen Untersuchungsresultate anbelangt, sprechen die mitgeteilten Angaben dafür, dass man unter unseren Verhältnissen unbedingt zwischen guten und annehmbaren Wässern unterscheiden muss. Zur Unterscheidung scheint sich die oben erwähnte und angewendete Trennung am besten zu eignen. Unter unseren Verhältnissen können leider nicht nur die bei stren­ger Beurteilung gut befundenen Wässer zum Gebrauch zugelassen werden, da uns solche leider nur in geringer Zahl zur Verfügung stehen. Die guten Wässer hingegen können aber auch nicht mit den zulässigen in die selbe Kategorie gestellt werden, da zwischen den beiden vom Gesichtspunkt der Verunreinigung ein sehr bedeu­tender Unterschied besteht. Beruhigend sind die mitgeteilten Resultate in der Hinsicht, dass die für die guten resp. zulässigen Wässer festgelegten che­mischen Kriterien, namentlich die Grenzwerte, entsprechend ge­Hidrológiai Közlöny XVI. 5

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