Hidrológiai Közlöny 1934 (14. évfolyam)

ifj. Noszky Jenő dr.: Adatok Lókút község vízellátásának kérdéséhez

Beiträge zur Frage der Wasserversorgung der Ortschaft Lókút 97 Da die Lösung der hydrologischen Fragen nur bei gründlicher Kenntnis der stratigraphischen Verhältnisse möglich ist, muss ich den geologischen Bau des Gebietes hier eingehender besprechen. Die Karte auf pag. 85 des ung. Textes zeigt sofort, dass am Auf­bau des Gebietes ausser dem vorherrschenden Löss noch Jura- und Kreidebildungen und nur an einer einziegen, ganz kleinen Stelle miozäne Sande teilnehmen. Wie von der Karte ersichtlich, haben wir es mit einem tektonisch gestörten Gebiet zu tun, und so war es mir bei der Feststellung der Schichtenfolge von grossem Vorteil, dass ich in den letzten Jahren an den seit längerer Zeit fortgesetz­ten Detailaufnahmen des Herrn Professors K. Roth v. Telegd 1 im Nördlichen Bakony-Gebirge teilnehmen konnte und hierbei Gelegen­heit hatte, die Schichtenfolge und die vorkommenden Versteinerun­gen kennen zu lernen. Für seine freundliche Unterstützung spreche ich ihm auch an dieser Stelle meinen aufrichtigen Dank aus. Das Gebiet besteht — wie von der Karte ersichtlich — aus bei­läufig von SO gegen NW verlaufenden Schollenzügen, so dass man in westlicher Richtung immer jüngere Glieder antrifft. Als ältestes Glied tauchen an dem gegen Lókút blickenden Teil des Kávás-Berges unterliassische Kalke vom Dachsteintypus an die Oberfläche. Diese Schichtengruppe besteht aus den ältesten dichten, feinkörnigen, einheitlich aufgebauten Kalken der Jura. Der ziemlich mächtige, umgefähr 150 m erreichende Kalkkomplex wird durch unzählige Lithoklasen durchsetzt, durch welche die Nieder­schlagswässer sofort versickern. Seine Abgrenzung abwärts, ge­gen den triassischen Dachsteinkalk ist oft sehr schwierig. Die nächsthöhere Schichtengruppe besteht aus den in der Hier­latz Fazies ausgebildeten krinoidenführenden, hellrosa-weissen, grobkörnigen, ungefähr 40 m mächtigen Kalken des unteren Lias. Da auch diese Gruppe zerklüftet ist, lässt sie das Wasser ebenfalls durch. Desgleichen durchlässig ist auch die aufwärts folgende, blassrote, ammonitenführende Schichtengruppe, die krinoidenfüh­rende und auch aus Posydonomien bestehende Bänke als Zwischen­lagen enthält und gegen das Hangende zu in einen dunkelroten, durch reiche Feuersteinzwischenlagen gekennzeichneten Kalk über­geht. Hierauf folgt die auch auf der Karte ausgeschiedene, dünne Schichtengruppe mit vielen Ammoniten, die bereits eine typische 1 K. Roth von Telegd: Daten aus dem nördlichen Bakony-Gebirge zur jnngmesozoischen Entwicklungsgeschichte der „ungarischen Zwischenmasse." Mathematischer und Naturwissenschaftlicher Anzeiger der Ung. Akademie d. Wissenschaften. Bd. LII. 1934. Hidrologiai Közlöny XIV. 7

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