Hidrológiai Közlöny 1934 (14. évfolyam)

Noszky Jenő dr.: Adatok az Ipolyvölgy hidrológiájának ismeretéhez

63 Dr. J. Noszky: Beiträge zur Kenntnis der Hydrologie des Ipoly-Tales die im Osztrovszki-Gebirge — dem Haupteinzugsgebiet des Ipoly­Flusses — überhand genommene räuberische Forstwirtschaft und die Vernachlässigung aller Vorsichtsmassregeln eine rasche Zunahme der Hochwassergefahr und Ravinenbildung in einzelnen Gebieten nach sich. Selbstredend können wir uns hier nicht in die Details all dieser Fragen einlassen, ich will mich also auf die Besprechung jener na­türlichen Tatsachen beschränken, die unmittelbar in den Kreis un­serer Disziplin gehören. Diese benötigen auch gar keinen weiteren Kommentar. Da das Hauptgewicht auf den speziellen hydrologischen Teil gelegt werden soll, will ich die geologischen Verhältnisse hier nur insoferne kurz berühren, als sie zum Verständnis der kausalen Zu­sammenhänge unentbehrlich sind. Aus diesem Grund will ich den Bau und die Tektonik des in Betracht kommenden Gebietes nur skizzieren, um hiervon den paläogeographischen und paläohydro­graphischen Entwicklungsgang ableiten zu können, der die heutigen Formen und hydrographischen Verhältnisse zustande brachte. In ei­ner nachfolgenden Mitteilung werde ich dann noch jene hydrologi­schen Tatsachen besprechen, die unter anderen auf die heutige hyd­rographische Lage, ferner auf die verschiedenen Mineralwässer und sonstigen Quellen, auf die artesischen Brunnen, auf die Wasser­versorgung sowie auf andere, scheinbar geringfügigere, jedoch in manchen Fällen ausschlaggebende Probleme einwirkten. Die diesbezüglichen Daten sind aber leider noch bei weitem nicht vollständig. Bei den allgemeinen geologischen Aufnahmen muss nämlich der Geolog seine Aufmerksamkeit in der Regel besonders auf einzelne auserwählte Faktoren richten, so dass er die übrigen nur eben berühren kann. Zur Durchführung gewisser Forschungen, die ganze Serien von Beobachtungen beanspruchen, fehlt oft — be­sonders in so grossen Gebieten, wie das in Rede stehende — die physikalische Möglichkeit. Auch die Genauigkeit und Verlässlich­keit der Daten ist sehr verschieden. Abgesehen davon, dass die Autopsie in vielen Fällen unersetzlich ist, stehen uns über mehr als die Hälfte des ein Einzugsgebiet von 5143 km 2 besitzenden Ipoly­Tales keine systematischen, modernen geologischen Aufnahmen — die Grundlage aller einschlägigen Fragen — zur Verfügung, sondern wir sind allein auf die in den 70-er Jahren fertiggestellten, sehr übersichtlichen geologischen Karten der Wiener Geologen angewie­sen, die uns meist nur in stark reduziertem Mass-stab zugänglich sind.

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