Hidrológiai Közlöny 1934 (14. évfolyam)

ifj. Noszky Jenő dr.: Adatok Lókút község vízellátásának kérdéséhez

10Ü J. Noszkv jun. eine ganz verschwindende Rolle. Aus den bei der Grabung des Brunnens No II herausgehobenen Tonen kam eine interessante, hauptsächlich aus Einzelkorallen bestehende Fauna zum Vorschein. Etwa 200 wohlerhaltene Exemplare von verschiedenster Grösse konnte ich in der Gesellschaft von einigen Ostreen, Schneckenbruch­stücken und einer einzigen Echinide sammeln. In der sehr reichen Fauna des Schlämmungsrückstandes herrschen Bryozoenstöcke vor, auch die Ostracoden und die ziemlich schlecht erhaltenen Fora­miniferen sind häufig, doch ist merkwürdiger Weise die Anzahl der ürbitolinen gering. Die Kalkalgen, die an anderen Stellen ganze Bänke bilden, kommen hier bloss in einigen Exemplaren vor. Diese durch das massenhafte Auftreten der Korallen gekennzeichnete Fauna ergänzt meine bezüglich dieser Schichtengruppe in meiner Arbeit über die Kreidebildungen des Nördlichen Bakony mitgeteil­ten Angaben, indem sie eine durch Korallen gekennzeichnete, tonige Fazies derselben vorstellt. Der dritte Fundort ist ein kleiner Aufschluss am Ende der vom Brunnen No I gegen S führenden Nebengasse. Dieser weicht gleichfalls von den beiden vorhin erwähnten ab. Er besteht aus einer äusserlich an die oligozänen Mergel gemahnenden, hellgelben Tongruppe. In diesem Material fand ich nach der Schlämmung ausser einer unglaublichen Menge von Ostracoden und vereinzelten Ostreenbruchstücken keine sonstige Mikro- oder Makrofanna. Zum Schluss muss ich noch das vierte Vorkommen erwähnen. Dieses liegt unterhalb der kleinen Requinienkalkscholle nördlich von der nach Obánya führenden Strasse, doch ist es so schlecht aufgeschlossen, dass ich es nicht eingehender studieren konnte. Diese Ostreen-, Brachiopoden- etc. führende Ton- und Mergel­gruppe ist eine vortreffliche wassersperrende Schicht, was auch an anderen Punkten des Nördlichen Bakony festgestellt werden konnte. Ihre Mächtigkeit konnte in der Gegend von Lókut nicht bestimmt werden. Aus diesem Grunde und weil es sich auch bezüg­lich der übrigen mittelkretazeischen Horizonte nahezu gleich ver­hält, müssen wir die Angaben meiner zitierten Arbeit in betracht ziehen und die Mächtigkeit der Gruppe auch hier auf etwa 40 m schätzen. Die Gruppe des Requienienkalkes erscheint in ziemlich grossen Flecken. Da sie von vielen Spalten durchzogen ist und als eine auf Tonen lagernde Schichtenserie gelegentlich der tektonischen Be-

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