Hidrológiai Közlöny 1933 (13. évfolyam)
Ébner József: A budapesti Hungária forrás vízhozama
Der Wasserertrag der Hungária-Quelle in Budapest. Von József Ebner. 1 Mit dem Wasserertrag der Quellen des Rudas-Bades, resp. mit den Schwankungen desselben befasste sich zuerst Móric v. Pdlfy' 1, der aber diesen Gegenstand nur gelegentlich berührte. Es standen ihm viel zu wenige Angaben zur Verfügung, als dass er aus denselber sichere Schlüsse hätte ziehen können. Seine Arbeit wurde auch dadurch erschwert, dass die Quellen des Rudas-Bades in verschiedenen Niveaus hervortreten und dass ihr Wasser in einem gemeinsamen Sammelschacht zusammenfliesst, dessen Wassersäule, resp. die beim Pumpen eintretenden Schwankungen derselben den Druck der über den einzelnen Quöllen stehenden Wassersäulen in verschiedenem Masse belastet und überdies die ganze Einrichtung zur Ausführung häufiger genauer Messungen keineswegs geeignet ist. Die Hungária-Quelle ist eine kleine randliche Quelle der QuelJengruppe des Rudas-Bades, deren Wasser ausschliesslich zum Trinken verwendet wird. Die Fassung und die ganze Einrichtung der Quelle ist nach der Beschreibung Prof. Dr. Gyula Weszelszky's 3 in solcher Weise ausgeführt, dass die überhaupt höchstens 20—25 cm hohe Säule des im Quellbecken befindlichen Wassers die Zuflüsse nie belasten kann. Diese münden nämlich nicht von unten, sondern von seitwärts in das Becken, dessen Überlauf derart geregelt ist, dass der höchstmögliche Wasserspiegel des Beckens mit dem Mündungsniveau der Zuflüsse zusammenfällt, so dass der Druck der in den Zuflüssen stehenden Wassersäulen (der Beharrungszustand) immer gleich bleibt. Werden die aus dem Becken ausgehenden Rohre abgesperrt, so dass das Wasser nur durch den Überlauf abfliessen kann, dann wird die Menge des hier abfliessenden Wassers den von jedem menschlichen Eingriff freien, natürlichen 1 Vorgetragen in der Fachsitzung der Hydrologischen Sektion am 25. IV. 1933. 2 Hidrológiai Közlöny (Hydrologische Mitteilungen) Bd. IX. pag. 162. 3 Hidrológiai Közlöny (Hydrologische Mitteilungen) Bd. VII —VIII. p. 118.