Hidrológiai Közlöny 1932 (12. évfolyam)
Lászlóffy B. Woldemár: Das Tisza- (Theiss-) Tal
Das Tisza- (Theiss-) Tal. Hydrographisches Bild und Beschreibung der wasserbaulichen Arbeiten. Von Dipl. Ing. Woldemár Lászlóffy-Böhm. Kgl. ung. Hydrographisches Institut Budapest. A) Hydrographische Beschreibung. 1. Allgemeinbild des Flusses. Die Gewässer der östlichen Hälfte des von den Kurpaten begrenzten Beckens werden von der Tisza (Theiss) gesammelt und der Donau zugeführt. Die rund 1000 km lange Tisza (Theiss) entspringt in den nordöstlichen Karpathen. Nach anfänglich südwestlichem, dann nordwestlichem Laufe, gespeist von einigen grösseren Bächen, erreicht sie die Ebene in der nähe von Tiszaújlak. Hier wendet sie sich gegen Westen, nimmt linksseitig die Szamos auf, schlägt dann unvermittelt nördliche Richtung ein, um dann von Csap mit einer noch schärferen Kursänderung gegen Südwest zu eilen. Der bedeutendste Nebenfluss dieses Abschnittes ist die Bodrog und die durch die Hernád gespeiste Sajó. Bei der Stadtgemeinde Szolnok erhält sie in der Zagyva einen unbedeutenden Zufluss. Der von hier an gegen Süden gerichtete Lauf bildet in einer — selbst in der Geraden gemessen — Länge von mehr als 200 km eine Parallele zur Donau. Die drei wichtigsten Nebenflüsse dieses Abschnittes sind die Kőrös, die Maros und die Bega, welch letztere die Tisza schon nahe zu ihrer Mündung in die Donau erreicht. (Fig. 1. Übersicht des Tiszatales.) 2. Wasserscheiden und vertikaler Aufbau. Das 157.135 km 2 umfassende Sammelgebiet wird von nordwest bis südost laufenden Gebirgsketten umschlossen, deren Höhe zwischen 700 und 2500 m über dem Meeresspiegel schwankt. Entlang der Kammlinien dieser Gebirge verlief auch die von der Natur geschaffene Grenze Grossungarns. Gegen Süden, insbesondere aber gegen Westen zu, lässt sich die Wasserscheide im launenhaften Gebilde der Sandrücken zwischen