Hidrológiai Közlöny 1932 (12. évfolyam)
Vigh Gyula dr.: Adatok a Rudasfürdő mellett mélyfúrással fakasztott három hévforrásnak a Szent Imre-gyógyfürdő forrásaival való összefüggésének kérdéséhez
Adatok a Rudas- és Szent Imre-fürdő forrásai összefüggésének kérdéséhez 129 Die neuen artesischen Thermen können die Quellen des St. ImreBades auch garnicht nachteilig beeinflussen, da auch im Falle, dass ein unmittelbarer Zusammenhang zwischen den Bohrungen und den Quellen bestünde, die aus den Bohrungen gewinnbare maximale Wassermenge (289 m 3) nur einen kleinen Bruchteil des Ertrages der kleinen Quelle (durchschnittlich 1000 m 3) ausmacht, dieses Quantum also keinen merkbar schädlichen Einfluss ausüben könnte. Einen Beweis hierfür liefern die beiden gelegentlich des Baues der Erzsébet-Brücke in den Jahren 1897-98 aufgeschlossenen neuen Quelllen. Während nämlich die erste, 9 m unterhalb des 0 Punktes der Donau aufgeschlossene, täglich 1000 m 3 liefernde Quelle noch gar keine Wirkung auf die benachtbarten Quellen ausübte, hatte der zweite, 1 m unter dem 0 Punkt der Donau aufgeschlossene und 3.75 m über diesem Niveau zum Abfluss gelangende, täglich 6240 m 3 liefernde Wasserausbruch — der in 3 Tagen nahezu das Doppelte des gesamten Wassertrages der Thermengruppe des Qellért-Berges, und ungefähr das 3.8fache des gemeinsamen Ertrages der Rudas- und St. Imre-Bäder an die Oberfläche förderte — zwar das vollständige Versiegen der höher gelegenen kleinen Quelle des St. Imre-Bades zur Folge, der auf 720 m 3 sich belaufende Ertrag der grossen Quelle des St. ImreBades wurde hingegen bloss auf 599 m 3, dass heisst um 1/6 vermindert. Es ist hervorzuheben, dass diese Anzapfung der Quellen auf einem tieferen Niveau, als der Ausfluss der Quellen erfolgte, während der Ausfhiss der neuen Bohrungen höher als der Ausfluss der Quellen gelegen ist (Grosse Quelle +6.52 m, Mathias-Quelle +7.97 m, Bohrung I +9.30 m, Bohrung II +8.82 m, Bohrung III +8.63 tn über dem 0 Punkt der Donau. Weiters können die neuen artesischen Bohrungen die alten Quellen auch schon deshalb nicht beeinträchtigen, da kein unmittelbarer Zusammenhang zwischen ihren wasserführenden Spalten besteht. Dies geht aus den folgenden Beweisen hervor: a) Die Temperatur der Bohrungen ist höher (45—46.2° C) als jene der Quellen (42—43° C). h) Ihre chemische Zusammensetzung ist abweisend.. Das Wasser der Bohrung I enthält viel Schwefeilwasserstoff, jenes der Bohrungen II und III. Kohlensäure und Karbonilsulfid. Auch ihre Radioaktivität ist verschieden, besonders gross ist sie bei der Bohrung II. c) Verschieden ist auch das Wasserniveau der Quellen und Bohrungen (Grosse Quelle +6.52 m, Mathias-Quelle +7.97 m, Bohrung II -MO. 12 m, Bohrung III +9.62 m über dem 0 Punkt der Donau.). d) Durch den unbeschränkten Ausfluss der Bohrungen wurde der Wasserertrag der Quellen des Bades nicht beeinflusst.