Hidrológiai Közlöny 1932 (12. évfolyam)
Weszelszky Gyula dr.: A budapesti Rudasfürdő körül fekedó hévforrások rádioaktivitásáról
126 Dr. Gyula Weszelszky Ich konnte bereits in 1910 nachweisen, dass von den Budapester Thermen die im Umkreis des Gellért-Berges hervortretenden der grossen Gehalt an Radiumemanation aufweisen. Ich erklärte diese Tatsache damit dass hier das Wasser grösstenteils unmittelbar, geringenteils unter einer dünnen Mergeldecke dem Dolomit entspringt. Der Dolomit ist ein zur Höhlenbildung geeigneten Gestein, das Wasser konnte in demselben mehr oder minder grosse Hohlräume zustandebringen. Da die Lösungsfähigkeit des Wassers bei dem in der grösseren Tiefe herrschenden Druck und der dortigen Temperatur grösser ist, wie in den höheren Horizonten, wird ein Teil der schwer löslichen Radiumverbindungen bereits unterwegs abgeschieden und sammelt sich in den höhlenartigen Ausbuchtungen, wo die Geschwindigkeit des Wassers geringer wird. Das Wasser der Gegenwärtigen Quelle bringt — indem es durch diesen an Radium reicheren, feinen Schlamm sickert -— die von dem dort angehäuften Radium produzierte Emanation mit sich. Wie ich mich gelegentlich der Fassung der Árpád-, König Mathias-, Beatrix- und Türken-Quelle überzeugen konnte, bricht das Wasser der Quellen nicht aus klaffenden Spalten hervor, sondern die Spalten sind mit feinem Dolomitmehl ausgefüllt. Nicht allein in den Spalten ist Dolomitmehl anzutreffen, sondern auch in einer Entfernung von mehreren m von der ursprünglichen Spalte ist der Dolomit oft stark zersetzt. Die Spalten selbst sind mit ganz feinem, von Wasserdurchtränktem Dolomitmehl ausgefüllt. So wie man sich von der Spalte entfernt, wird das Gestein immer gröber körnig und dichter. In der Trinkhalle der Árpádquelile liegt der ganze Betonfussboden auf einem derartigen, vom warmen Wasser durchweichten Dolomit. In einiger Entfernung von der Quelle ist aber das Gestein bereits so fest, dass es mit dem Krampen bearbeitet werden musste. Sobald aber das Niveau der Quelle erreicht wurde, füllten sich die Spuren der Krampenhiebe sofort mit Wasser und es konnte nur in der Weise ein trockener Fussboden erzielt werden, dass vor der Betonierung kleine Kanäle in die zu bedeckende Fläche gehauen, in die Kanäle Röhren gelegt und mit Dachpappe überdeckt wurden, worauf dann die Betonschicht gelegt wurde. Erst nach der Festigung des Betons konnte durch Abschliessen der Rohrenden ein trockener Fussboden erlangt werden. Von der namenlosen Quelle im Direktionsgebäude befindet sich eigentlich bloss der Schacht im Hofe. Aus diesem ungefähr 2 m tiefen Schacht reicht ein annähernd horisontaler unterirdischer Gang unter den hinter dem Hof höher dahinziehenden Strassenkörper. Hier bricht die Quelle hervor, sie unterwäscht die aus zersetztem Dolomit bestehenden Wände und bringt sie zum Verfall. Das in dieser Weise