Hidrológiai Közlöny 1931 (11. évfolyam)

Gedeon Tihamér: Hidrológiai megfigyelések a Vértes-hegység délkeleti részéből

82 Tihamér Gedeon Das heisst: das Triaswasser erreicht im Ungarischen Mittelgebirge nach unseren bisherigen Kenntnissen im südlichen Teil des Vértes-Gebir­ges sein höchstes Niveau. 8 II. Die zwischen den versunkenen Schollen des Fundament des Vértesgebirges aufbauenden Triasdolomits, in kleineren Becken zur Ab­lagerung gelangten jüngeren Schichten fungieren alle als selbständige Wassersammeigebiete. Sie sind beinahe sämtlich behufs Gewinnung von Wasser durch Brunnen aufgeschlossenen Einige besitzen eine so geringe Ausdehnung, dass sie nur in besonders niederschlagsreichen Jahren das ganze Jahr hindurch Wasser liefern, sonst pflegt ihr Wasser gegen Ende des Sommers zu versiegen. Sie werden durch hochgradige Schwankungen des Wasserniveaus gekennzeichnet, das sich zeitweise sogar über das Ge­lände erhebt (nach der frühjährlichen Schneeschmelze). Das dem südöstlichen Rand des Vértes-Gebirges am nächsten gele­gene kleine Wassersammelbecken entfällt auf das Gebiet der Weingärten von Gánt. Es ist von eozänen Schichten aufgebaut. Über dem Dolomit folgt Bauxit, roter Ton, bläulichgrauer Ton mit Schwefelkies, gelber Ton, Gips, dann eine Kalksteinschicht, darüber eine Schicht mit vielen Fornaer Fossi­lien (Cerithium, Natica etc.), dann Löss und schliesslich Humus. Die Aus­dehnung des Einzugsgebietes lässt sich auf 0.3 km 2 schätzen. In der Mitte des Beckens steht der einzige Brunnen in einer Höhe von 192 m ü. d. M., der bei einer Tiefe von ungefähr 4 m bis zum gelben Ton ausgehoben wurde. Er gewinnt sein gutes Trinkwasser aus der Kalksteinschicht. Etwa 400 m südöstlich von diesem Brunnen befindet sich der von Schröter 9 be­schriebene Brunnen mit alaunhältigem Wasser, der an einem höheren Punkt angelegt wurde, wo die Kalksteinschicht aus der Serie bereits fehlt. Unweit von hier, am Nordhang des Gránás-Berges, von Osten durch den Bagoly-Berg begrenzt, befindet sich ein Becken mit einer der früher beschriebenen ähnlichen Schichtenserie, wo in einem auf Bauxit angelegten Schürfungsschacht die Entstehung von alaunhältigem Wasser zu beobach­ten war. Oberhalb der bläulichgrauen Tonschicht wurde sickerndes Wasser angetroffen, das gelegentlich des Aufschliessens noch keinen Alaunge­schmack besass, sondern diese Eigenschaft erst annahm, als sich die Mög­lichkeit einer intensiveren Oxydation der aufgeschlossenen Schicht er­8 Zum Vergleich: Nach Pálfy M. (Hydrol. Közl. Jahrg. 9. Seite 17. 1929.) liegt das Niveau des Triaswassers in den Pécser Mecsekquellen : Tettye: 220 m, örfű 200 m, Melegmány 305 m, Mélyvölgy 294 m, in Rudabánya ( Kállai G. Fussnote 6.) 249 m ü. d. M. 8 Földtani Közlöny. Jahrg. 40, pg. 180 (1910).

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