Hidrológiai Közlöny 1931 (11. évfolyam)
Gedeon Tihamér: Hidrológiai megfigyelések a Vértes-hegység délkeleti részéből
Hydrologische Beobachtungen aus dem südöstlichen Teil des Vértesgebirge 79 diesem kommen kleine gelbe Tonlinsen als Einschlüsse vor (der grösste 20 cm lang). Die Quelle entspringt aus dem gebänderten Dolomit in der nördlichen Ecke des Schachtes, 50 cm über der Sohle aus einer 30 cm langen und 5 cm breiten Öffnung. Ihr Wasserertrag beträgt 150 Minutenliter. Der Wasserspiegel ist in 154.9 m abs. Höhe stehen geblieben. Die jährlich entnommene Wassermenge ist auf 5000 m 3 zu schätzen. Die Temperatur des Wassers schwankt zwischen 10.0°—10.5° C. Seine Analyse (Tabelle 3.)zeigt die grösste Härte unter den Triaswässern der Umgegend. Noch einige Aufschlüsse des Triaswassers sind am Ostrand des Vértesgebirges, in den bis zum Dolomit vertieften Brunnen der Weingärten am Csákvárer Vas-Berg bekannt. Wie aus den Untersuchungen von Dr. Kormos bekannt, liegt das Wasserniveau auch hier zwischen 155 — 156 m. Der Wasserertrag dieser Brunnen ist sehr klein, da sie nur durch Sickerwasser gespeist werden. Die Umgränzung des Sammelgebietes der aus dem Dolomit kommenden Gewässer ist sehr schwer, da eine Angabe: die Schwankung des Wasserniveaus, unbekannt ist. Wenn wir die Verkarstung mit 5% und die Schwankung des Wasserniveaus mit 50 cm (oder: die Verkarstung mit 2.5% und die Niveauschwankung mit 1 m) 5 in die Rechnung stellen, so ist zum Sammeln der durch die Zámolyer Quellen jährlich abgeleiteten Wassermenge von 1,700,000 m s ein 68 km 2 umfassendes Gebiet notwendig. Anderseits, auf dem mit Wald bedeckten öebiet nur 5% (30 mm) der im Jahresdurchschnitt 600 mm betragenden Niederschlagsmenge für die Ansammlung im Dolomit gerechnet, würde die Speisung der Zámolyer Quellen ein Sammelgebiet von 57 km 2 erfordern. Das Sammelgebiet des Triaswassers kann auch auf einem dritten Weg annähernd ermittelt werden, in dem man das 2 km 2 grosse Sammelgebiet des Gánter Eocänbeckens und die aus ihm jährlich abgeleiteten 70,000 m 3 Wasser mit der Wassermenge der Zámolyer Quellen vergleicht, wodurch sich ein Wert von 50 km 2 ergibt. Es ergibt sich nach diesen Rechnungen, trotz der sehr grossen Abweichungen der einzelnen Daten, wenn man auch die geologische Karte berücksichtigt, dass das Vértesgebirge in nordwest-südöstlicher Richtung durch einen gewaltigen miocänen Bruch in zwei Teile gespalten wurde. An diesem Bruch entlang führt die Komitatsstrasse Csákvár-Majk, welche von nordosten her durch hohe (den Weg um cca. 100 m überragende) Berge: Eperjes- Vásár- und Kotlö-Berg begrenzt wird. Südwestlich vom Bruch fällt das Gelände sanft ab. Die Dolomitoberfläche des Vértes südlich —südwestlich von diesem Bruch entspricht ungefähr dem berechneten Wassersammeigebiet. Die Wasserscheide fällt 5 Schmidt S. Bány. és Koh. Lapok 62. Jahrg. 113—142—163. Seite (1929): auf Grund der im Esztergomer Kohlenbecken gewonnenen Erfahrungen.