Hidrológiai Közlöny 1931 (11. évfolyam)

Gedeon Tihamér: Hidrológiai megfigyelések a Vértes-hegység délkeleti részéből

70 Dr. G. Csesrezv oder Lehm erbauten Wohnungen meist ohne Keller, unmittelbar auf dem Boden, so dass das ohnehin hoch stehende Grundwasser infolge der Kapillarität sich leicht in die Wände hinaufsaugen kann, an deren Ober­fläche es verdunstet und seine gelösten Salze zurücklässt, die dann dort ihre Schädliche Wirkung ausüben. Dies könnte verhindert werden, wenn man die Fundamente der Wohnungen aus für die Feuchtigkeit undurch­lässigem Gestein oder Beton erbauen wurde. Falls dies aus materiellen Gründen nicht durchführbar wäre, wurde es sich empfehlen, auf die aus Ziegeln erbauten und über die Oberfläche des Bodens erhobenen Mauern eine isolierende Schicht anzubringen. Im allgemeinen kann man die in Gebiet von Szeged vorkommenden Grundwässer als eher Glaubersalz und Bittersalz führende, durch einen ziemlich hohen Kochsalzgehalt ausgezeichnete und sehr harte Wasser, diejenigen der Umgebung aber als eher Szik- (Soda-) und Kochsalz-häl­tige und meist ziemlich weiche Grundwasser bezeichnen. Auffallend ist es noch, dass an einzelnen Stellen ganz brauchbare, Glaubersalz und Kochsalz enthaltende Bitterwässer anzutreffen sind. Das Petőfi Sándor- und das József Főherceg-Bitterwasser wurden bis vor den Weltkrieg längere Zeit hindurch vertrieben. Der gesamte feste Rückstand des Petőfi Sándor Bitterwassers wurde 1885 durch den wie­ner Chemiker A. E. Haswell und 1886 durch den ungarischen Chemiker Béla Lengyel mit 26790.38 mg in Liter bestimmt. Ich fand in einer vor 40 Jahren verkorkten Flasche desselben Wassers 35056.80 mg in Liter. Gegenwartig enthält es jedoch nunmehr 8676.00 mg in Liter. Der 1886 Prof. Lieberman mit 34092.00 mg im Liter bestimmte gesamte feste Rück­stand des József Főherceg- Bitterwassers ist gegenwärtig auf 20926.00 mg im Liter gesunken. Ich kann hier nicht mehr auf diese Frage eingehen, die mich längere Zeit hindurch beschäftigt hatte, immerhin wäre es aber der Mühe wert, fest zu stellen, durch welche Ursachen diese beträcht­liche Verringerung des Salzgehaltes dieser Wässer hervorgerufen wurde. Gleichzeitig möchte ich noch die Aufmerksamkeit auf einen interesanten Brunnen lenken. In der Mitte der grossen, am westlichen Ufer des Fehér­tósalzenen Weide steht ganz isoliert der Brunnen des Anton Csikós, dessen bisher nicht verwertetes Wasser eine sehr seltene Zusammen­setzung aufweist. Es enthält neben einer kaum nennenswerten Menge von Bittersalz und anderen Bestandteilen vorwiegend Glaubersalz, Natri­umbicarbonat und -Chlorid, insgesamt 27290.40 mg im Liter. Ausserdem konnte in diesem Wasser auch Jod in nicht unbeträchtlicher Menge nach­gewiesen werden. Zum Schluss kann ich es nicht unterlassen, dem kgl. ung. Kultus­ministerium meinen aufrichtigen Dank auszusprechen, das mir diese Stu­dien durch Verleihung eines inländischen Stipendiums ermöglichte.

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