Hidrológiai Közlöny 1929 (9. évfolyam)
Strömpl Gábor dr.: Légi fényképek a geológiai és hidrológiai kutatás szolgálatában - Szakosztályi ügyek - Évzáró ülés. 1929. – Titkári jelentés
ÜBER DIE GESCHICHTE DER TIEFBOHRUNG VON LILLAFÜRED. 177 ständnis und die Liebe zur Natur immer neuere Teile zugänglich macht. (Ein Verdienst von Ministerialrat JULIUS PFEIFFER!) Wie diese interessant feinen Kristall-Drusen zwischen der ersten und zweiten Kalktuffgeneration entstanden sind, wissen wir nicht; a 11 e r d i n gs müssen sie aus der gelösten Kalkmasse des damaligenWassers so zustande gekommen sein, wie man sie aus einer Salzlösung auszukristallisieren pflegt. Die Ansicht von dem Herrn Chemiker RUDOLF BALLÓ ist, dass sie durch das strömendeKalkwasserderHöhle entstanden seien und sind meistens in der Richtung der Längsachse zu verbundenen Kristall-Reihen und-Drusen geworden wären. Wir können sofort beifügen, dass vom Szin va-Wasser in der Gegenwart derartiges nicht zustande ko m m t. Wir können auch feststellen, dass wir unter den natürlichen Ornamente der Anna-Höhle zwei Arten unterscheiden können. Die eine ist die schon obengenannte kristallinische Form, die zweite ist teilweise oder ganz durch eine Kruste überzogen. Diese zweite Form ist ganz derselbe Tropfstein, den wir in den Höhlen finden. Dies ist die zweite, in der Form von Stalagmit und Stalactit, entstehende Generation. Letztere ist, wie die der anderen Höhlen, ein Produkt der langsam einsickernden Kalklösung, man darf sie aber nicht verwechseln mit den früher erwähnten Kristall-Reihen und -Drusen, die das Wasser immer später mit Kalk umhüllt hatte. Das ist der dritte Beweis dafür, dass das Karstwasser des S z i n v a-B aches von Lillafüred von dem einstigen Wasser der Höhle ganz verschieden ist. Wie ich schon erwähnte,fandmannurwenig Schnekkenhäuser indem Kalktuff von Lillafüred, obwohl schon viele hundert m 3 davon aufgegraben wurden. Die gefundenen waren auch spärlich verstreut; vor allem Helix pomatia und andere terrestrische oder Waldschneckenarten waren zu finden, die an Moosen, feuchten Orten, aber nur selten im Wasser leben. Hingegen findet man in solchem kalkschlammhaltigen Sediment, wie es die untere Tuffart darstellt, anderswo, z. B. in Eger (Erlau) oder auf dem Kieinzeller-Plateau, auch in den gegenwärtigen Wässern auffindbare, derartige Schneckenarten im warmen, lauen Wasser lebende Schnecken zu vielen tausenden. Meine Ansicht war immer, dass das kalktuffablagernde Wasser vonLillafüred nicht die Möglichkeit gab, dass Tiere darin leben könnten, denn es war entweder zu heiss, oder seine Zusammensetzung taugte nicht dazu, oder beide Ursachen waren vorhanden. Es ist eine grosse Frage, ob das alkalische Wasser der Tiefbohrung dazu geeignet ist, dass darin Schnecken und Muschel leben können. Eins ist aber sicher: die Lösung des Kalciumhydroxyd wird an der Luft in Kalziumkarbonat umwandelt — ob im Falle einer grossen Präzipitation Kalktuff, Erbsenstein oder Kristall-Druse daraus wird, das hängt von den Bestandteilen, von der Konzentration, von dem 12