Hidrológiai Közlöny 1924-26 (4-6. évfolyam)

Szakosztályi ügyek - Évzáró ülések és szakülések 1924., 1925. és 1926-ban

130 A. VENDL Die Sukzession der Mineralien lautet daher: 1.) Quarz, 2.) Galenit. Der Galenit erscheint fast ausschliesslich in sehr grobkristallinischen Aggregaten. Nur in einem einzigen Fall konnte ich einen Kristall von cca 08 cm Durchmesser beobachten, eine Kombination von {100} und [lllj- Aber auch an diesem Kristall war nur ein kleiner Teil gut ausgebildet, der grösste Teil desselben war im Kalkstein eingewachsen ohne gut ausgebildete Flächen. Der Galenit ist ab und zu an seiner Oberfläche mit einer dünnen gelb­lich-grünen Kruste von Pyromorphit überzogen, ein unzweifelhaft sekundäres Produkt. Diese Überkrustung ist immer derb, makroskopisch erkennbare Kristalle wurden nicht beobachtet. Der kristallinische Kalkstein wurde in der Zone der Galenitadern, unter dem Einfluss der thermalen Wirkungen, metasomatisch umgewandelt; seine Farbe ist rosa, oder gelblich-braun geworden. Schon bei flüchtiger Betrach­tung im Felde denkt man an eine rhodochrositische Umwandlung. Auch die Dichte dieser stark gefärbten Gesteine scheint grösser zu sein, als die des nicht umgewandelten kristallinischen Kalkes. Die qualitative chemische Untersuchung dieser Gesteine ergab folgendes Resultat: Das rosafarbene, oder gelblichbraune kristallinische Gestein ist in warmer Salzsäure unter Entwicklung von CO2 ziem­lich leicht löslich, nur winzig kleine Quarzkörnchen bleiben unlöslich zurück; in der Lösung lassen sich neben dem Kalzium grössere Mengen von Mangan und Eisen nachweisen. Der Gehalt des Gesteines an Mn 0 schwankt zwischen 1 "67—3-08 Gew.%, als Grenzwerte der quantitativen Bestimmungen in meh­reren Proben. An einigen Stellen überwiegt jedoch der Gehalt an Eisenkarbonat und in diesem Falle müssen wir von einer Sideritisierung der kristallinischen Kalke infolge der Metasomatose reden. Zum Beispiel der Kalkstein NO-lich vom Gipfel des Szárhegy enthält sehr viel Eisen und seine Farbe ist daselbst braun. Die Wirkung der Eisen- und Mangan-führenden Lösungen, das heisst die metasomatische Umwandlung lässt sich nur in kleineren Flecken beobachten, und zwar nicht nur entlang der Galenitadern, sondern auch in etwas grösserer Entfernung von denselben. Die Spuren der Thermen lassen sich an mehreren Punkten als starke Verquarzung beobachten. So zum Beispiel in der Nähe des Aufschlusses, welche die beschriebenen Galenitadern entblösste. Etwas südlich davon, in einem grösseren Wasserriss fand ich im Jahre 1923 zusammengeschwemmtes Quarz­mehl, welches aus dem zerfallenen Kalkstein losgewaschen wurde. Es tritt aber der Quarz auch in der Form von gangartigen Spaltausfül­lungen auf u. zw. als derber Quarzit, ab und zu stark mit Eisenoxyd- und Manganoxydverbindungen durchtränkt. Die hier aufsteigenden Thermen ent­hielten also unbedingt auch Eisen- und Manganverbindungen neben der Kie­selsäure. Hie und da tritt der Quarz mehr zurück und an diesen Stellen erscheinen die eisenoxydisch-manganhaltigen Massen als Erze, jedoch von geringeren Dimensionen.

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