Hidrológiai Közlöny 1922 (2. évfolyam)
Szakosztályi ügyek - Évzáró ülés és szakülések
166 DR. EMIL SCHERF Terme aufbrach, die das quarzige Bindemittel des Sandsteines aufgelöst und auf diese Weise den Zusammenhang des Sandsteines zerstört hat? In der Tat finden sich ganz in der Nähe, im Hohlwege, der auf den Schleifsteinberg hinaufführt, wieder die typischen Termalquellenspuren, nämlich rosarote Färbungen, eisenschüssige Konkretionen, Rendzinaboden etc. Es sei nun der sandsteinbildenden Tätigkeit unserer einstigen Termen gedacht. An der in Tafel II. dargestellten Lokalität im Csiker-Gebirge wird der ausgebleichte pannonische glimmerführende Sand durch alumosilikatische, malererdeartige Substanz derart reich imprägniert und zu losem Sandstein verkittet, dass in früheren Zeiten dieser Sandstein zur Gänze für Herstellung von Malerziegeln verwendet wurde. 5 0) Ich halte es für wahrscheinlich, dass der alumosilikatische Zement dieses Sandsteines von der Metamorphose der tiefergelegenen Budaer-Mergelschichten herstammt, — (diese Mergel sind, wie bereits erwähnt wurde, in der ganzen Umgebung intensiv zu Malererde metamorphisiert worden), — dass er also aus diesen Schichten durch das Termalwasser in das Sandlager eingeführt wurde. Die an dieser Stelle einst aufgestiegenen Termen waren sehr kieselsäurereich ; das wird durch die verquarzten Kronen der auf dem Bilde sichtbaren pilzförmigen Felsen bewiesen. Etwas weiter östlicher, mehr rückwärts im Walde am Kamme des Bergrückens türmen sich noch viel mächtigere Hydroquarzitfelsen auf; (überdies kommen hier auch förmliche Eisenerz-Spaltausfüllungen vor). Am Südrande des Budaer Gebirges wurde der in der geschilderten Weise veränderte pannonisch-pontische Sand noch an mehreren anderen Orten für Fabrikation von Malerziegeln gewonnen ; unter anderem z. B. auch am Kakuk-hegy (Kukuksberg), N-lich von Budaörs. 5 1) Vom Sandsteine in der Denevér-Gasse am Márton-Berg, welcher von unseren Geologen auf Grund eines Aceratherium incisivum - Kieferfundes den Br. JOSEF EÖTVÖS (vgl. J. SZABÓ 202, 47) machte, ferner einiger Schneckenfunde HOFMANNS (174, 236 deutsch) gleichfalls für pannonisch gehalten wird, schreibt SCHAFARZIK (164, nur im ungarischen Teil p. 194), dass er durch die Tätigkeit einstiger Termen mit Limonit imprägniert wurde. Meiner Auffassung nach muss man noch einen Schritt weiter gehen und die Sandsteinbildung selbst aus dem losen Sand- und Schotter-Material den einstigen kieselsäureführenden Quellen zuschreiben. Von der eozänen Hornsteinbrekzie, 5 3) die den Südabhang des Gellérthegy w) In der rechten oberen Ecke der Tafel II ist der Eingang des Stollens sichtbar. — DR. VENDL erwähnt in seiner kürzlich erschienenen Arbeit (216, 45), dass hier im ausgebleichten weissen pannonischen Sande bis Faustgrösse erreichende Markasitknollen als Termenprodukte vorkommen. 5 1) Bereits ausserhalb des Gebietes des Budaer Gebirges findet sich ein ähnlicher, 13—15°/o rkaolinartige Erde" enthaltender mürber Quarzsandstein nach PETRIK (144, 14 deutsch) auf dem Nagy-Strázsa-hegy (Grosser Wachtberg) bei Esztergom, jedenfalls auch dort als Produkt ähnlicher postvulkanischer Prozesse. 5 2) Auf dem Ördögorma (Teufelskanzel) über dem Budaer Farkasvölgy (Wolfstale),