Hidrológiai Közlöny 1922 (2. évfolyam)
Szakosztályi ügyek - Évzáró ülés és szakülések
HYDROTERMALE GESTEINSMETAMORPHOSE IM BUDA-PILISER GEBIRGE 163 liitztes Wasser in der Tiefe der einstigen Quelltrichter des Budaer Gebirges eine noch viel energischer entbasende Wirkung entfalten konnte, als in den Oberflächenbecken der heutigen Geysire und dass so die feuerfesten Tone unseres Gebirges entstanden sind. Auf die Frage, unter welchen Bedingungen sich bei der Feldspatzersetzung Kaolin und unter welchen Bedingungen ein in die Gruppe der Halloysit - Montmorillonit - Allophan - Silikate gehörendes Silikat sich bilde, gibt die bisherige Literatur keine Auskunft. Vielleicht ist daran teilweise der Umstand schuld, dass gewöhnlich jede amorphe, kolloide, kaolin-ähnliche Substanz ohne weitere Untersuchung als „Kaolin"-Substanz angesprochen zu werden pflegt. Es scheint, dass das Kaolin ein Dekompositionsprodukt ist, in welchem AlaOa und SiOs noch radikalartig vereinigt sind, so wie sie vereinigt bei der Zersetzung des ursprünglichen Silikates aus diesem heraustraten. Dagegen scheint Halloysit das Resultat einer stärkeren Silikatzersetzung und einer danach erfolgten Synthese zu sein, bei welchem Vorgange also in der ersten Phase die Zersetzung des Silikates so energisch erfolgte, dass sich AI2O3 und SÍO2 voneinander trennten, worauf dann später das entstandene Aluminiumoxydhydrat und Kieselsäurehydrat unter günstige Gleichgewichtsbedingungen geratend, sich wieder vereinigten, kolloidchemisch aufgefasst, sich gegenseitig zur Koagulation brachten, wobei aber als Resultat der Fällung nicht mehr das Kaolin-, sondern ein Halloysit-Silikat entstand, 4 7) oder, wenn man sich STREMMES Ansicht anschliesst, ein Aluminiumoxydhydrat-Kieselsäurehydrat-G e 1 ge m i s c h. 4 8) Es ist natürlich nicht nötig, dass diese sekundäre Synthese sich gerade zwischen solchem Aluminiumoxydhydrat und Kieselsäurehydrat abspiele, welche bei der Zersetzung nebeneinander aus demselben Molekül entstanden sind und dann miteinander bis zum Orte der neuerlichen Synthese gewandert sind, sondern es ist auch der Fall möglich, den ich bei der Umwandlung des Mergels zu Malererde annahm: dass in dem an die Oberfläche strebenden Termalwasser in der Hauptsache nur die Kieselsäure enthalten ist, die auf ihrem Wege mit durch CO2-Wirkung zersetztem Gestein in Berührung kommt, welches reaktionsfähiges freies Aluminiumoxydhydrat enthält, das sich mit der Kieselsäure zu w) Es ist in diesem Belange sehr zu bedauern, dass bis heute keine näheren Daten über das Verhältniss zwischen Kaolin und Halloysit vorliegen an Fundorten, wo beide Substanzen sicher nebeneinander nachgewiesen wurden, wie z. B. bei les Eyzies. 4 S) Auch aus der zusammenfassenden Übersicht von STREMME (189, 665, 666) ist ersichtlich, dass alle Halloysit-Analysen sehr angenähert dem Verhältniss AI2O3 : Si02= 1 : 2 entsprechen ; man kann daher die Möglichkeit nicht ganz von der Hand weisen, dass ein nach der Formel 2 SÍO2. AI2O3. 2 H2O stöchiometrisch zusammengesetztes kolloides Halloysit-Silikat tatsächlich existiere. Dagegen sind die Montmorillonite in ihrer Zusammensetzung sehr variabel und in ihnen wurde bereits durch die älteren Forscher freies Kieselsäurehydrat nachgewiesen. STREMME meint (196, 45), dass diejenigen Hailoysite, welche neben einer der Formel 2 SiO„. AI2O3 . 2 H2O entsprechenden Zusammensetzung den Hauptanteil ihres Wassergehaltes erst bei Glühhitze abgeben, wie z. B, die von LE CHATELIER (107) untersuchten Hailoysite, eine beträchtliche Menge Kaolin-Substanz enthalten. — Vielleicht wird die kolloide Halloysit-Substanz beim Altern langsam wieder zu kristallinem Kaolin.