Hidrológiai Közlöny 1922 (2. évfolyam)

Szakosztályi ügyek - Évzáró ülés és szakülések

158 DR. EMIL SCHERF hydrotermalen Ursprungs bekannt wurden; (vgl. diesbezüglich LACKOIX [106] und FUCHS­DE LAUNAY [47]). Als rezenter Quellenabsatz finden sich solche Silikate am Rande der Limagne, jener mächtigen Einsenkung, die das französische Zentralmassiv in seinem nördlichen Teile ent­zweischneidet. Am Ostrande des grossen Einbruches entspringt die Terme von Bourbon­l'Archambault (Dep. Allier), die nach den Angaben von DAUBRÉE (41, 476 ; 42; 43, 204 ; 44, 155) und DE GOUVENAIN (78, 59) einen gleichartigen Schlamm wie die Quelle von Bourbonne­Les-Bains absetzt. An der Westseite des Senkungsfeldes aber, bei Saint-Honoré (Dep. Niévre) fand man anlässlich der Aufgrabung des aus den Römerzeiten stammenden Schachtes der dortigen Terme nach den Mitteilungen von DAUBRÉE (41, 476, 477; 42; 44, 154,155) in der Mauerung eine weisse, an der Zunge haftende Mischsubstanz, die beträchtlichen SÍO2­Gehalt aufwies, (Alä03:Si02=100:10 30J und deren Komponenten teilweise aus der Tiefe stammen mochten. 4 3) Einstige Termentätigkeit dürfte die N o n t r o n i t-Adern erzeugt haben, die beim Bau der Eisenbahnlinie zwischen Montgillard und Mont Tordu (Dep. Saöne-et-Loire) im Granulit angetroffen wurden (LACROIX 106, IV. 751) JACQUELIN teilt mit (88), dass auch der bei Mont­mort (Dep. Saöne-et Loire) anstehende zersetzte Granulit solche Nontronit-Adern enthält; (vgl. LACROIX 105, I. 490-491). Weiter südlich im Tale der Saöne liegt die grösste Manganerzgrube Frankreichs bei Romanéche (Dep. Saóne-et-Loire), wo in zersetztem Granit, unterliassischen Arkosen, in Gryphea-Kalk und unterliassischen Tonen, mit Psilomelan und anderen Manganerzen, Rot­eisenerz, Quarz, Fluorit und Baryt, sowie beträchtlichen Mengen Halloy­sit erfüllte Gänge auftreten; (GRUNER 79, 98—100; DUFRENOY 59, III. 266; LACROIX 106, I. 477). Die hydrotermalen Vorgänge haben hier in Form von Jaspisation der unterliassischen Tone und Verkieselung der Kalke ihre unverkennbaren Spuren hinterlassen. Dieselben Vorgänge führten bei Villefranche (Dep. Rhone) an der Grenze von Granit und unterliassischem Sandstein zur Bildung von Zink- und Blei-Erzen, die von einem N o n t r 0 n i t-artigen Silikate begleitet werden; (DUFRENOY 58, 396; DAUBRÉE 40, 420 —421; LACROIX 106, I. 491), In den altberühmten Kupfer- und Pyrit-Gruben von Chessy (Dep. Rhone) wurden die Erzgänge der auf Granit lagernden kambrischen Kieselschiefer durch die die Vererzung bewirkenden Termalwässer teilweise auch mit grossen Mengen Halloysit erfüllt, der früher unter dem Namen A 11 0 p h a n ging; DRIAN 57, 400; LACROIX 106, I. 477). Bei La Terrasse (Dep, Haute-Loire) haben die Tennen im Gneisse des Mont-Pilat einen 5—6 111 mächtigen Gang von Quarz geschaffen, der viel Baryt, Halloysit und Dolomit, überdies Pyrit, Galenit und Fluorit führt. (Bei dem benachbarten Ciiavanolles findet sich in einem ähnlichen Gange viel R o t e i s e n e r z); (GRUNER 80; DAUBRÉE 46, 139, 140). Bei La Voulte-sur-Rhöne (Dep. Ardéche) kommt nach DUFRENOY (58, 397), (siehe 4 3) Weiter südlich längs der Spalte der Limagne, in der Gegend von Fins-Noyant (Dep. Allier) haben postvulkanische Prozesse in Sandstein und Karbonschiefern Kaolinit (Pholerit) gebildet, in der Umgebung von Echassieres (und Les Colettes) aber (Dep. Allier) im Granulit auch technisch wichtige Kaolinisierungen (mit Zinnerzen) hervorgerufen. Die rezenten Sauerlinge bei Vichy stammen von jenen miozäncn Geysiren ab, die nach VOISIN (218, 495—496), (vgl. auch SUESS 199, 433—434) in der Umgebung von Vichy die 1 i m­nischen sandigen Sedimente zu lebhaft rot gefärbten Sandsteinen mit alumosilikatischem oder kieseligem Bindemittel verfestigt haben. Bei Vichy in den Steinbrüchen von Vemet hat der limnische Kalk, welcher in anderen Teilen des Beckens der Limagne weiss gefärbt ist, durch h y d r o t e r 111 a I ent­standenes Eisenoxyd eine lebhaft rote Färbung bekommen. Bei Cor­bigny (Dep. Niévre) finden sich in den mesozoischen Sedimenten verkieselte Schichten mit Bleierzen, bei Avallon (Dep. Yonne) aber in den Trias- und Lias-Schichten Impräg­nationen von Blei- und Kupfer- Erzen, sowie von Quarz und Baryt.

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