Hidrológiai Közlöny 1922 (2. évfolyam)

Szakosztályi ügyek - Évzáró ülés és szakülések

154 DR. EMIL SCHER F 26—33 (1580°—1730° C), der Tonerdegehalt (Al sO a) zwischen 34—42o/o; der Fe 20 3- Gehalt war bei sämtlichen Tongat­tungen sehr hoch, 6—12%. Das Bild der Grube änderte sich beim Abbau fortwährend, so dass es unmöglich war, Mäch­tigkeiten von einzelnen Schichten festzustellen. Der feuer­feste Ton kommt regellos, nesterweise angeordnet vor". Ich zweifle nicht daran, dass auch dieser feuerfeste Ton nicht mit den Eigenschaften zur ursprünglichen Sedimentation gelangte, mit denen er uns heute entgegentritt, sondern dass das ursprüngliche Sediment einer tiefgreifenden hydro­termalen Metamorphose unterlag, die eben die feuerfesten Eigenschaften verursacht hat. Noch auf dem Gebiete der Tongrube selbst werden die unteren, mit toniger Substanz imprägnierten Horizonte der Dolomit-Sandsteinbrekzie mit einem sehr merkwürdigen lilafarbigen dünnen Aderngeflecht durchzogen. Ich erwähnte bereits, dass für das Gebiet, in dem der Aufschluss liegt, das vollständige Fehlen von quarzigen Ausscheidungen sehr charakteristisch ist und dass diese durch die eisen­oxydischen Ausscheidungen quasi ersetzt werden. Die obere, in der Richtung der Eisenbahnlinie gelegene Verzweigung des Schotter-Grabens bietet eine förmliche Sammlung der verschiedenartigsten, nierigen, glaskopfartigen, der schwarz, bläulich, grünlich und bronzefarben angelaufenen, ferner der lila- bis feurig-roten wasserarmen Eisenoxydausscheidungen und Imprägnationen. Gegen das Ende des Grabens zu finden sich ganze Nester von Eisenerz in dem zu feinstem Pulver verwandeltem Dolomit, der das Liegende der dort vorkommenden feuerfesten Tonschichten bildet. Der Dolomit der ganzen Gebirgsgruppe ist übrigens, wie bereits erwähnt, in feines Kristallpulver umgewandelt worden. Der Schotter-Graben setzt sich WNW-lich in gerader Linie in einem kleinen VI. beziehen sich auf nach der Einsammlung während 2 Wochen in kompakten Stückchen lufttrocken gewordenes Material. Es enthielt dann, (diesmal in gepulvertem Zustand be­stimmt), 20'04 % bis 103° C entweichendes Wasser. Ein Teil dieses Wassers und zwar 10'76%>, (bezogen auf die 20-04 Feuchtigkeit enthaltende Substanz), entwich bereits über trockenem Sand im Exsiccator während 15 Tagen. Dieser Wasseranteil entspricht jedoch keinem einfachen Molekularverhältniss. Der Gewichtsverlust zwischen 103°—160° C ist vielleicht nicht durch Wasserverlust, sondern durch partielle Zersetzung der vorhandenen organischen Substanz bedingt. Bei Berechnung des Mol.-Verhältnisses für HaO wurde daher nur das über 160°C entweichende Wasser berücksichtigt, wobei noch für den FeaOa-Gehalt 3 Mol. H2O abgezogen wurden, also mit 11*84—016 = ll-68 ü/o H 20 gerechnet wurde. Aus den Analysen von F. KOCH konnte das HsO-MoI.-Verhältniss nicht berechnet werden, da er nur das Gesammt-Wasser angibt. In seiner Mitteilung (100) finden sich übrigens mehr­fache Druck-und Rechen-Fehler, so dass ich es für nötig fand, seine Analysen aus den von ihm mitgeteilten direkten Gewichtsdaten der Analysen mit Anwendung der von der deutschen Atomgewichtskommission für 1924 festgesetzten Atomgewichte neu durchzu­rechnen und in die Tabelle IV. die Mittelwerte der so berechneten %-e einzustellen, aus­genommen die Zahl für FeaOaO/O in Kol. IX., für welche KOCH'S eine Analyse 43-66 u/o, (nicht 44-69°/o, wie KOCH infolge eines Irrtums beim Rücksuchen des Numerus aus dem Logarithmus angibt), die andere aber 44-77% ergibt; hier wurde bloss die letztere Zahl berücksichtigt. Zu Vergleichszwecken führe ich die Analyse eines typischen Hailoysites von Tüffer in Steiermark mit an. Er kommt dort in zersetztem Felsitporphyr in Knollenform vor und wurde von K. JOHN (90) analysiert.

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