Hidrológiai Közlöny 1922 (2. évfolyam)

Szakosztályi ügyek - Évzáró ülés és szakülések

152 DR. EMIL SCHERF Graben im „Úrbéres-" („Urbarial-") Gebiete erschlossen; (auf der Karte 1:25000 fällt der Hauptaufschluss im Graben ungefähr über das „1" des Wortes,, Blanken-Berg"). Diese Gegend ist auf der geolog. Karte „Budapest­Szentendre" noch ganz als Dolomitgebiet bezeichnet; in Wirklichkeit aber besteht hier eine mit tonigen und karbonatsandsteinartigen Gebilden ausge­füllte Mulde zwischen zwei Dolomitsätteln. Das Liegende dieser Sedimente wird von brekziösem und pulvrigem Dolomit gebildet. Als ich im Jahre 1922 in Begleitung meiner Freunde DR. MARTIN Low und DR. STEFAN MAJER diese Lokalität besuchte, fanden wir in der Tongrube der Vörösvárer Einwohner Tamás und Konsorten das folgende Profil aufge­schlossen: 0—0*6 m: Brauner Ton, an der Oberfläche ein wenig humos, angeb­lich von geringer Feuerfestigkeit; (wurde von den Arbeitern als „Backofen­lehm" bezeichnet); 0*6—4 m: sandiger Ton mit mehreren kalkigen Sandsteinzwischenlagerun­gen. In den bis jetzt angeführten Sedimenten zeigten sich keine roten Farben und sie trennen sich auch mit ziemlich scharfer Grenze von den Folgenden; 4—7 m: nach 24 h unter ca. 10° flach einfallender, braungelber, stellenweise die typischen hydrotermalen Rotfärbungen aufweisender Kalksandstein, mit Spuren von zerstäubten Dolomitbrocken. Leider ohne charakteristische Fossi­lien; wir fanden darin nur einige kleinere Lamna-Zähne, Bruchstücke ver­kohlter Pflanzenblätter und die Gänge von Bohrmuscheln. Diese Schichte ähnelt sehr dem gleichfalls Dolomit-Einschlüsse enthaltenden kalkigen Sand­stein, der von A. KOCH (98, 252 deutsch) vom Várerdő-hegy (Schloss-Berg) bei Solymár und vom Malomerdő-hegy (Mühlwald-Berg) bei Pilisborosjenő aufgeführt wurde und den er als Äquivalent der quarziges Bindemittel be­sitzenden Hárshegyer- (Lindenberger-) Sandsteine ansprach, eine Ansicht, die auch von K. HOFMANN (85, 213 deutsch) vertreten wurde; 7—8 m: brauner sandiger kalkiger Lehm. 8—8*2 m: von verkohlten organischen Resten schwarzgefärbter Ton; 8*2—10 m: brauner, angeblich feuerfester Ton; 10—12 m: feuerfester grauer Ton. Hierin endigt der Aufschluss. Da­runter muss aber in geringer Tiefe der Dolomit anstehen, der etwas weiter unten an der Grabenseite in brekziös pulvriger Fazies anzutreffen ist. Der Ton enthält keine makroskopisch sichtbaren Fossilien. Sofern man den er­wähnten karbonatischen Sandstein mit den Spuren von Dolomiteinschlüssen als oligozän anspricht, könnte man diesen darunter befindlichen Ton als eozän auffassen, welche Annahme durch die kohlige Schichte an der Oberfläche des Tones gestützt wird. Von diesem Tone bekam auch die „Magyar Kerámiagyár r. t." („Unga­rische Keramische Fabrik A. G.") geliefert. Auf meine Anfrage war die Direktion der Fabrik so freundlich mir folgende Mitteilungen zu machen: „Die Feuerfestigkeit des in verschiedenen Nestern vorkommenden Tones schwankte zwischen Segerkegel Nr.

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