Hidrológiai Közlöny 1922 (2. évfolyam)

Szakosztályi ügyek - Évzáró ülés és szakülések

150 DR. EMIL SCHERF haben wir in nächster Nähe die grosse städtische Dolomitsandgrube des Kis­Gellérthegy (Kleinen Blocksberges) mit ihrem Dolomitpulver und Verkieselun­gen, so dass wohl kein Zweifel bestehen kann, dass auch die von den Gebrüdern KOCH untersuchten kolloiden Minerale hydrotermaler Entstehung sind. Gleichfalls aus wasserhaltigem Alumosilikat, mit mehr oder weniger Mergelbeimengung, bestehen die „Ma 1 er-E r de n", welche in den Mergel­gebieten des Budaer Gebirges überall in Begleitung der typischen Termen­spuren auftreten. 3 0) Hiefür können wir auch J. SZABÓ zitieren (202, 65), der bei der Beschreibung der Malererdegruben am Mártonhegy, — natürlich noch ohne an hydrotermale Metamorphose zu denken — Folgendes schreibt „...da­ru n t e r 3 7) ist in ziemlicher Tiefe nach der Angabe des Herrn Bertsik der Dolomit (Reibsand) zu finden". Ferner: „Alle Anzeichen sprechen dafür, das.s sie 3 8) nichts Ande­res ist, als eine zu Ton gewordene Modifikation der in den eozänen Mergel 3 9) eingelagerten weissen Kiese 1­sc hi ef er." Diese Malererden wurden besonders in früheren Zeiten in kleineren­grösseren Gruben ausgebeutet. Der grösste Teil dieser Gruben befand sich in der Gegend des Márton-Berges, wo die Mergel die beschriebene starke hydrotermale Metamorphose zeigen. Sie zogen sich von dort bis auf den Südhang des Sas-hegy (Adler-Berges) hinüber, wo aber nach SZABÓ (202, 65) weniger brauchbares, also offenbar weniger metamorphisiertes Material angetroffen wurde. Ausserdem war noch eine grössere Anzahl Malererdegruben um den Josefsberg in Ujlak (Neustift) herum angelegt, 4 0) wo die einst höher oben entspringenden Termen des Quellerlkomplexes des Császárfürdő (Kaiser­bades), die sich infolge Vertiefung der Erosionsbasis seither auf ihr heutiges Niveau zurückgezogen haben, die Metamorphose bewirkt haben. Bei Budaörs und in dessen weiterer Umgebung, in den Csiker-Bergen, werden die Malererden noch heute in primitiver Weise gewonnen; man geht mit Stollen und Schächten zur Aufsuchung der veränderten Mergelschichten unter die Erde. Auch hier findet man stets verkieselte Mergelschichten mit den Malererdeschichten im Kontakte, welche Grube immer man auch unter­suchen mag. Von den Vielen sei hier beispielsweise nur der Versuchsschurf erwähnt, welcher genau westlich von der südlichen Endkuppe des Csiker­3 0) Der im Budaer Gebirge so häufig wiederkehrende Name „Schmalzbergl" erhält vielleicht das Andenken an das Vorkommen solcher fettig anzufühlenden mineralischen Gele. 3 7) Nämlich unter der „Malererd e." 3 S) Nämlich die „M a 1 e r e r d e". 3 0) Id est: „Budaer (Ofner) Mergel"; J. SZABÓ hat damals noch den Ge­brauch des zu jener Zeit neugeprägten Wortes „O 1 i g o z ä n" vermieden. 4°) Die Teilnehmer an der Exkursion der Ung. Geolog. Gesellschaft im Jahre 1922, werden sich an die im MELOCCO- Steinbruche in Ujlak gesehenen charakteristischen Ter­malspuren, wie Halloysit (?) - Nester, Rotfärbungen und pulvrigen Zer­fall des Dolomits erinnern.

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