Hidrológiai Közlöny 1922 (2. évfolyam)

Szakosztályi ügyek - Évzáró ülés és szakülések

HYDROTERMALE GESTEINSMETAMORPHOSE IM BUDA-PILISER GEBIRGE 129 spricht übrigens ebenfalls deutlich dafür, dass deren Material durchaus nicht besonders resistent ist, es widersteht nur relativ besser der mechanischen Abtragung, als der umgebende sandige Dolomit. Das Fehlen von Kieselsäureabsätzen in diesem Gebiete dürfte wohl darin begründet sein, dass die dort zutagetretenden Gesteine seinerzeit eine so tiefe Position innehatten, oder auch dass die dort einst wirkenden Termal­wasser so stark überhitzt waren, dass alle Kieselsäure in Lösung blieb. Damit würde auch der Umstand stimmen, dass die Erscheinung des Dolomit­zerfalles zu feinem Pulver, welche im eigentlichen Budaer Gebirge immer nur lokal beschränkt zu beobachten ist, im Gebiete von Pilisvörösvár regional auftritt. * * * Bevor wir nun zur Betrachtung der hydrotermalen Umbildung der N i c h t-Karbonatgesteine des Budaer Gebirges schreiten, müssen wir einer Farbenerscheinung gedenken, die nicht nur am Dolomit, sondern auch an sämtlichen übrigen Gesteinsgattungen unseres Gebirges häufig zu beobachten ist, die jedoch bis jetzt ebenfalls keiner besonderen Aufmerksamkeit gewürdigt worden ist. Es ist dies jene eisenschüssige Färbung, in der die Gesteine unseres Gebirges mit jeder Nuance der roten Farbenskala, vom Braunrot angefangen über Weinrot bis zum feurigen Ziegelrot, sowie Himbeerrot und Violettrot prangen und zwar dort, wo nach dem Gesagten einstige Heissquellenaufbrüche anzunehmen sind. Diese grellroten Farben sind allen Forschern aufgefallen, die sich mit der Geologie der Umgebung von Budapest befassten, die Frage ihrer Ent­stehung wurde aber summarisch damit abgetan, dass man sagte, sie seien durch Oxydation eines Eisengehaltes des betreffenden Gesteines verursacht. Und doch hat eigentlich schon K. HOFMANN (85, 202 deutsch) mit der an seinen Beschreibungen stets zu bewundernden Pünktlichkeit und seiner sich auf alle Erscheinungen erstreckenden Beobachtungsgabe den Zusammenhang dieser Farbenerscheinung mit den einstigen Termenaufbrüchen dargetan, als er bei Besprechung der obereozänen Kiesel-Mergel 1 7) folgende Worte schrieb : „Die Farbe dieser Gebilde ist alsdann eine schneeweisse; öfters aber sind sie an der Oberfläche durch ausgeschie­denes Eisenoxydhydrat rostbraun oder röthlich gefärbf." Nun sind aber diese Rotfärbungen meinen Beobachtungen zufolge durchaus nicht an ein bestimmtes Gestein gebunden, sie kommen in gleicher 1 7) Natürlich war HOFMANN damals noch weit davon entfernt, diese Verkieselungen als Produkte von Termal-Wasser zu deuten. Es ist interessant, das auch JOH. MOLNÁR (129, 180; 130, 18) diese Färbungen im Zusammenhange mit den Budaer heissen Quellen erwähnt, indem er z. B. vom Rácfürdő (Raitzenbad) schreibt: „An der nördlichen Seite und hart am Fusse des Gerhardsberges entspringt unsere Terme aus einem 6 Klafter langen Felsenrisse, des durch Kieselerde verhärteten und durch Eisenoxyd roth gefärbten Dolomits..."

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