Hidrológiai Közlöny 1922 (2. évfolyam)

Szakosztályi ügyek - Évzáró ülés és szakülések

HYDROTERMALE GESTEINSMETAMORPHOSE IM BUDA-PILISER GEBIRGE 127 H aO-Systems bei gewöhnlicher Temperatur beziehen, sondern wir müssen studieren, wie sich das System Alkali — Kieselsäure — Kohlensäure — Was­ser bei höherer Temperatur verhält. DOVERI'S altes Experiment (56, 50), bei welchem er mit fein dispergierter Kieselsäure, (unabhängig von deren Wasser­gehalt), bei Siedehitze die normalen und die Hydro-Karbonate der Alkalien zersetzte, kann für die Beurteilung der in der Tiefe der Quellengänge einst herrschenden Verhältnisse nicht herangezogen werden, weil bei der Versuchs­anordnung von DOVERI die eine Komponente des Systems, nämlich C0 2, frei entweichen konnte und somit die Reaktion gemäss dem Gesetze der chemischen Massenwirkung immer in einer Richtung verlaufen musste, den Anschein erweckend, als sei die Kieselsäure bereits bei 100° C eine stärkere Säure, als die Kohlensäure. KÖNIGSBEROER und MÜLLER (101, 371; 103, 17) haben dagegen das Verhalten des Kieselsäure — Alkali — Kohlensäure — Wasser-Systems bei Erhitzen im geschlossenem Rohre studiert, wobei also ein Entweichen der CO a ausgeschlossen war, die Konzentration sämtlicher Komponenten des Systems konstant blieb. Unter diesen Verhältnissen erwies sich die Kohlensäure noch bei 420° C als stärkere Säure, wie die Kieselsäure 1 r'). Zugleich stellten sie aber auch fest, dass die Azidität der Kieselsäure bei Steigerung der Temperatur in einem rascheren Verhältniss wächst, als jene der Kohlensäure. Daraus folgt, dass aus einem bei höherer Temperatur im Gleichgewicht befindlichen Systeme Alkali — Kieselsäure — Kohlensäure — Wasser beim Sinken der Temperatur ein Teil 'der Kieselsäure ausfallen muss; (vgl. auch die Diskussion der teoretischen Seite dieser Frage durch NIGGLI und MOREY (137, 390). In der Tiefe der einstigen Quellenschlünde herrschten ähnliche Verhält­nisse, wie beim Versuche im Bombenrohr. Daher konnte bei dem Emporsteigen des Termalwassers infolge rascher Abkühlung noch im Quellenspalt eine rapide SiO^-Ausscheidung einsetzen. Diese Kieselsäure fiel wahrscheinlich zunächst als wasserhaltiges Gel in dem Spaltsystem der Terme aus 1 0) und trocknete 1 5) Dieselben Autoren geben in einer anderen Arbeit (102, 125 Fussnote) diese Tem­peraturgrenze nur mit 260° C an. l a) Jedenfalls wäre eine eingehende mikroskopische Untersuchung der hydrotermalen Kieselsäureabsätze im Budaer Gebirge sehr zu wünschen. In den Öffnungen der rezenten Geysirbecken erfolgt die Kieselsäureablagerung nach der übereinstimmenden Ansicht von BUNSEN (23, 14; 25, 55—56) und PEALE (140, 401) grösstenteils infolge Verdunstung des Wassers. WEED (221, 657, 667) zufolge spielen bei dem Aufbau der Kieselsäuretuffe in den Geysirkratern des Yellowstone Parkes auch Algen und Moose eine wichtige Rolle. WEED fand im Upper Geysir Basin noch bei 185° F (=85" C) lebend Lepthothrix und in den Hill­side Springs in 198° F (=92-2° C) heissem Wasser durch lebende Moose ausgeschiedenen Kieselsäuretuff. Nach W. H. BREWER (221, 624, 627) ist als Temperaturmaximum für die Lebensfähigkeit der Algen in den Geysiren von Pluton (Kalifornien) 200° F (= 93"3° C) kon­statiert worden. Im Budaer Gebirge hat aber die Erosion auf solche Weise an den Öf f ­nungen der Quellenschlünde entstandene Kieselsäureinkrustationen längst abgetragen. Was wir heute am Tageslicht sehen, das ist das Innere der einstigen Quellengänge und

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