Hidrológiai Közlöny 1922 (2. évfolyam)
Szakosztályi ügyek - Évzáró ülés és szakülések
HYDROTERMALE GESTEINSMETAMORPHOSE IM BUDA-PILISER GEBIRGE 117 Wenn wir im Budaer Gebirge und dessen weiterer Umgebung eine Abtragung der Triasgesteine von nur 20—30 Meter annehmen, —was stellenweise von der Wirklichkeit noch weit übertroffen werden dürfte, — so bekommen wir bereits solche Tiefen für die einstige Position der heute an die Oberfläche gerückten Quellenschlünde, in denen die Temperatur des überhitzten Wassers die für die Dolomitrekristallisierung angegebene untere Grenze von ca. 100° C nicht nur erreichen, sondern sogar beträchtlich überschreiten konnte. In Tabelle I. finden wir die Siedepunkte des reinen Wassers angegeben, welche den Drucken der betreffenden Wassersäulenhöhen entsprechen"). I. Tabelle. II. Tabelle. Tiefe Siedepunkt des Wassers T i e Von d. Oberfläche des Wassers im Bassin f e Vom Grunde des Quelltrichtcrs Temperatur des Wassers im „Grossen Geysir" auf Island Oberflache 100° C 0-00 m 22 85 m 85-0" C 10 m 120" C 3 30 m 19-55 m 85-2" C 20 111 134" C 8-10 m 14-75 m 106-4» C 25 m 139" C 13-00 m 9 85 m 120 4» C 30 m 145» C 17-85 m 5-00 m 123 0" C 50 m 162" C 22-55 in 0-30 m 127 5» C Diese Zahlen geben also die Temperatur-Mmma an, bei welchen das Wasser in den betreffenden Tiefen unter dem Drucke der eigenen Säule noch flüssig bleibt und umkristallisierend auf das Nebengestein einwirken kann. Natürlich wird im allgemeinen das Wasser in den einstigen Quelltrichtern unseres Gebirges weniger überhitzt gewesen sein, als diese Maxima angeben, dennoch dürfte aber die Temperatur bereits in 20—30 in Tiefe das zur Umkristallisierung des Dolomit-Doppelsalzes nötige Maass erreicht haben, wie dies die klassischen Untersuchungen von BUNSEN (22; 23, 16 ; 25, 28—29) und DESCLOIZEAUX (50, 454 —458; 52) über die Temperaturverhältnisse in den isländischen Geysiren lehren. BUNSEN und DESCLOIZEAUX fanden am Boden des 23 50 m tiefen Quellenschlundes des „Grossen Geysir" bei vielfachen Messungen vor der Eruption eine Temperatur von 127-5° — 122° (123°) C, während die Wassertemperatur an der Oberfläche des Geysirbeckens zwischen 89'7° —76 0° C schwankte. Tabelle II. gibt die Zahlen einer solchen Beobachtungsreihe wieder. 1 0) * * * 9) Vgl. dazu die anschauliche Zeichnung von Prof. EUG. CHOLNOKY; (28, 366). '") Für Tabelle II. habe ich die von der Oberfläche des Wasserspiegels an gemessenen Tiefen aus der Angabe von DESCLOIZEAUX berechnet (50, 454), der die Tiefen nur vom Boden des Schlundes als Nullpunkt ausgehend angibt. Die Zahl 22-85 in von DESCLOIZEAUX bezieht sich auf die Wasseroberfläche im Geysirbecken, für welche ich den Mittelwert der an der Oberfläche beobachteten, nach den jeweiligen meteorologischen Verhältnissen wechselnden Temperaturen mit 85" C in die Tabelle II. einstellte.