Hidrológiai Közlöny 1922 (2. évfolyam)
Szakosztályi ügyek - Évzáró ülés és szakülések
ZEITSCHRIFT FÜR HYDROLOGIE (HIDROLOGIAI KÖZLÖNY) Band II. 1922. ÜBER DEN GEOTHERMISCHEN GRADIENTEN. Von J. WESZELSZKY.* W. ZSIOMONDY berechnet — auf Grund seiner in den Jahren 1868—78 beim Bohren des artesischen Brunnens im Stadtwäldchen gemachten Beobachtungen — den geothermischen Gradienten des Untergrundes von Budapest mit 12-61 m. Verfasser wies schon im Jahre 1912 darauf hin, dass die Berechnungsweise keine richtige sein kann. ZSIOMONDY fand das erste auftretende Wasser — von der Temperatur 43-375° C und von der Menge 432 hl pro 24 Stunden — am 10. Okt. 1877. in der Tiefe von 929*8 m. Von nun an stieg die Temperatur des Wassers bis 73-875° C und auch die Menge nahm zu bis 11917 hl pro 24 Stunden am 21. Jan. 1898., wo die Tiefe von 970 48 m erreicht wurde. ZSIOMONDY gründet seine Berechnung auf diese letzteren Daten ; seine Beobachtungen lassen aber eine andere Deutung zu. Das erste, aus der Tiefe von 929 8 ni auftretende Wasser zeigt die wirkliche Temperatur der dort befindlichen Schichten. Beim Öffnen der sich nach tieferen Schichten hinstreckenden Spalten drängt sich aber das Wasser dieser tiefer liegenden Schichten nach dem Bohrloch hinauf, erwärmt allmählich den umgebenden Boden, demzufolge man endlich ein wärmeres Wasser von konstanter Temperatur erhält. Bei der Berechnung des geothermischen Gradienten kann man also von den ersten Daten Gebrauch machen und daraus ergibt sich 28"2 m ; also nahezu der normale Wert (30 m) für den Untergrund von Budapest. Es wäre geraten, die Berechnung in jedem Falle dem obigen ähnlich, auf Grund tagebuchmässiger Aufzeichnungen auszuführen. * Vorgetragen in der Fachsitzung der Hydr. Sektion der Ung. Geol. Gesellsch. am 22. Februar 1922.