Heves megyei aprónyomtatványok 21/H
DAS MÁTRA-MUSEUM Gyöngyös DIE BURG YON KISNÁNA Im ehemaligen Schloß Orczy stellt die naturkundliche Ausstellung „Die Mátra" die 300 Millionen Jahre alte Geschichte des Gebietes rund um die Mátra vor. Das in sieben Räumen angeordnete Material führt uns mit seiner formenreichen Mineral- und Gesteinswelt, seinen aus der Qaurtärzeit stammenden Repräsentanten der Tier- und Pflanzenwelt - unter ihnen das einzige in völliger Unversehrtheit erhaltengebliebene Mammutgerippe - in die Vergangenheit der Erdgeschichte. Die Tier- und Pflanzenwelt der Gegenwart wird von den in ihrer Blütezeit stehenden Insekten, den abwechslungsreichen Pflanzengruppen und den unter Schutz stehenden Wirbeltieren vertreten. Drei Dioramen mit den Tieren und Pflanzen der Wälder und Gewässer des Mátragebirges schließen die Ausstellung ab. Die Ausstellung „ Gyöngyös in Jahrhunderten " veranschaulicht die Geschichte der Stadt von der Landnahme bis zum 20. Jahrhundert. Die Gegenstände und Dokumente erinnern an die Bräuche des Weinbaus, der Weinherstellung, des Zunfthandwerkes, die eine so wichtige Rolle beim Aufschwung der Stadt spielten. Sie rufen uns die Tätigkeit des Franziskanerordens und die Geschichte der Türkenzeit, des Freiheitskampfes 1848^19 sowie die alte, bürgerliche Lebensweise ins Gedächtnis zurück. Ständige Ausstellung „Geschichte des Jagdwesens und der Wildbewirtschaftung" Darstellung der Verbindung zwischen dem Jagdwesen und der Naturschutz. Adresse: Gyöngyös, Kossuth Str. 40. Geöffnet von 9 bis 17 Uhr, vom 1. Nov. bis 28. Febr. von 10 bis 14 Uhr, montags geschlossen. Dienstleistungen: Mikrorarium (Aquariun, Terrarium), Büfe. Die aus dem Geschlecht Aba stammenden Kompolter waren die Erbauer und über Jahrhunderte hindurch die Besitzer der Burg. Zu Anfang des 16. Jahrhunderts, nach dem Aussterben der Familie, beginnt der Verfall der Burg. Ihre Ruinen deuten auf die mittelalterliche, dem 15. Jahrhundert entsprechende Struktur der Burg hin, die die feudalen Lebensverhältnisse sicherte: Palast, Kapelle, einen aus Wohn- und Wirtschaftsgebäuden bestehenden Komplex, geschützt durch einen zweifachen Mauerring. Die Mauern aus der gotischen Kirche aus dem 16. Jahrhundert stehen noch heute und lassen mehrere architektonische Epochen erkennen. Einst wurde die Kirche von einem Friedhof umgeben und einige Grabsteine sind noch heute zu sehen. Slowakisches Bauernhaus Nach der türkischen Verheerung im 18. Jahrhundert siedelte man das Dorf mit slowakischen Leibeigenen aus dem Komitat Árva an. Das Bauernhaus stellt uns die Wohnkultur einer typischen Kisnánaer Familie aus den Jahrzehnten um die Jahrhundertwende vor. Im hinteren Teil der Küche sehen wir die eingebaute Feuerstelle, bzw. die Öffnung des im hinteren Zimmer befindlichen Ofens. Im vorderen Zimmer finden die verzierten, bemalten Möbel und das gemachte Bett Platz. Zur Winterszeit wurde im zweiten Zimmer der Webstuhl aufgestellt. Adresse: Kisnána Béke Str. 1. Geöffnet von 9 bis 17 Uhr, vom 1. Nov. bis 28. Febr. von 10 bis 14 Uhr, montags geschlossen. DAS PALOZENHAUS Párád Párád ist eine charakteristische Siedlung der in Nord- ungam lebenden Volksgruppe der Palozen. Das Palozen- haus repräsentiert den Grund und Boden, sowie die Lebensweise einer typischen Großfamilie der Palozen am Ende des 19. Jahrhunderts. Das in der Mitte des Dorfes stehende, aus Holz und Stein gebaute Haus mit Schindeldach gehörte einer alteingesessenen Familie aus Párád. Den vorderen Teil des Grundstücks bildet der Hof mit dem Wohnhaus, den Wirtschaftsgebäuden und dem Ziehbrunnen. Über den Vorhof gelangt man ins Wohnzimmer, das als Haus bezeichnet wird. Im Vorhof bewahrte man die Lebensmittel und sonstigen Hausrat auf. Das Zimmer war die Stätte des Familienlebens, der einzige heizbare Raum. In der Ecke steht ein großer, flacher Ofen, rundherum Töpfe, ein Wassergestell. Hier wurde gekocht, an dem mit Bänken umgebenen Tisch gesessen. Auf dem Ofen schliefen die Alten und die Kinder. Vom Vorhof aus öffnet sich nach links die ungeheizte Schlafkammer, in der die weiblichen Mitglieder der Großfamilie schliefen. Neben ihren Betten, die durch Mückennetze geschützt wurden, standen die Wiege und die verzierten Truhen mit der Kleidung der Frauen. Die Männer schliefen im Stall oder auf dem Boden und kamen nur zu den Mahlzeiten ins Haus. STÄNDIGE AUSTELLUNGEN der Museumsorganisation des Komitäts Heves DIE BURG VON EGER Auf dem Burghügel wurde die erste Kirche des von Stephan dem Heiligen gegründeten Bistums errichtet. Später baute man die Kathedrale im romanischen Stil und dann die gotische. Nach dem Mongoleneinfall wurde bis zu Beginn des 18. Jahrhunderts laufend an der verstärkten Bischofsburg gebaut. Berühmt wurde die Burg durch die heldenhafte Verteidigung im Jahre 1552 und seitdem ist sie ein Beispiel für patriotische Standhaftigkeit. In ihren Mauern sind die folgenden Ausstellungen des István Dobó Burgmuseums zu sehen: Der gotische Bischofspalast: Die Geschichte der Burg von Eger. Heldensaal: Der Grabstein des Burghaumptmanns István Dobó. Gemäldegalerie: Werke italienischer, niederländischer, ungarischer und östereichischer Meister aus dem 16.-18.-19. Jh. Ruinengarten: Die restaurierten Ruinen der romanischen, gotischen und spätgotischen Kathedrale. Kasematten: Das unterirdische Festungssystem der Burg, das Lapidarium mit Steinen aus der romanischen und gotischen Epoche. Gefängnisausstellung: Vollstreckungsmittel für Hinrichtungen, Folterungen und Beschämungen im alten Ungarn. Adresse: 3300, Eger, Vár 1. Öffnungzeiten der Austeilungen: von 9 bis 17 Uhr. Montags ist nur die Besichtigung der Kasematten möglich. Dienstleistungen: Münzprägung (eigenhändige Münzherstellung möglich), Ispotály-Keller (Weinverkostung und -abfüllung, Bogenschieen), Büfe, Verkauf von Geschenkartikeln. Panoptikum mit den Figuren des Romans „Sterne von Eger". (Mit eigenen Öffnungszeiten.)