Heves megyei aprónyomtatványok 19/E
MÁTRA-GEBIRGE. Die höchste, anziehendste Berglandschaft unserer Heimat hebt sich markant von der flachen Tiefebene ab. Was die Gegend für den Fremdenverkehr noch wertvoller macht, sind die Nähe der Hauptstadt und gute Zufahrtswege, ein günstiges Mikroklima, das sich das ganze Jahr hindurch zur Erholung, Genesung eignet. Das Mátra ist reich an Pflanzen- und Tierarten, seine waldbedeckten Berge und Täler laden zum Wandern ein. An seinen Südhängen brei tet sich das größte Weinanbaugebiet Ungarns aus. Die "Tage der Gyöngyöser Weinlese" sind weit über die Grenzen hinaus bekannt. ABASÁR. Die in der Nähe des Sár-hegy gelegene Gemeinde, zur Frühárpádenzeit im Besitz der Familie Aba, gehört zu den namhafteren des Weinanbaugebietes in der Umgebung von Gyöngyös. Ihre Anfänge gehen bis zur Mitte des 11. Jh. zurück. Heutige Sehenswürdigkeiten sind ihre katholischen Kirchen, Denkmäler und die mit der jahrhundertealten Weinkultur verbundenen Kelterhäuser, Weinkeller. ALDEBRŐ. 1743 wurde das Dorf von Graf Antal Grassalkovich durch Ansiedlung deutschsprachiger Familien gegründet. Mit seinen hübschen, blumengeschmückten Häuschen regt es viele Durchreisende zum Verweilen an. Zu den Sehenswürdigkeiten der Gemeinde gehört die alte herrschaftliche Csarda und die 1760 errichtete Barockkirche. Der Besuch in einem Weinkeller aber lädt dazu ein, den echten Debröer Lindenblättrigen zu verkosten. DOMOSZLÓ. Das in der südöstlichen, hügeligen Gegend des Mátra liegende-umdasJahrl260herumDumuzlógenannte- Dorf war schon im Mittelalter für seinen Weinanbau und seine Weine berühmt, zu deren bekannteren der Domoszlöer Muskateller und Lindenblättrige gehören. Das Waldgebiet der Umgebung bietet gute Gelegenheit zur Jagd und der 50 ha große See Möglichkeiten zum Angeln. FELDEBRÖ.DieGemeindeistseit uralten Zeiten ein beliebter Ort der Tierzucht und Lanwirtschaft betreibenden Völker. Auch heute macht sie sich als Tabak- und Weinanbaugebiet einen Namen; der als Debröer Lindenblätrige bekannte, würzige Wein ist Gewinner zahlreicher Bewerbe. Als Sehenswürdigkeit zählt die Kirche und deren mit Wandgemälden im frühromanischen Stil geschmückte Unterkirchp. GYÖNGYÖS. Die Stadt mit 40.000 Einwohnern liegt am südlichen Fuße des Mátra-Gebirges und wird auchdasTor zum Mátra genannt. DieanKunstdenkmälem reiche Siedlung entstand nach einer Feuerstbrunst 1917 in ihrer heutigen Form. Das Stadtrecht erhielt sie im Jahre 1334 von König Robert Károly. Kurz darauf errichteten hier die Franziskanermönche eine schöne Kirche und ein Kloster. Dem Rang einer blühenden Stadt würdig wurde auch die Pfarrkirche umgebaut, und die reichen Bürger, fleißigen Händler, Handwerker und Weinbauern statteten ihre Kirchen mit prunkvollen Goldschmiedearbeiten aus, die heute im Hause der Hl. Krone zu besichtigen sind. Im Zuge des Neuaufbaus nach der türkischen Besatzungszeit wurden die Kirchen im Barockstil errichtet, ebenso wie das Orczy-Schloß, in unseren Tagen ein Zentrum der Stadtgeschichte und des Naturschutzgebietes der umliegenden Berglandschaft. GYÖNGYÖSOROSZI. Zur Zeit der Türkenherrschaft in Ungarn war die aus dem 13. Jh. bekannte Siedlung entvölkert. Für ihre Neugeburt und die Geschichte der vergangenen 300 Jahre haben die Erzbergwerke eine wichtige Rolle gespielt. Hier lebte József Bajza, ein bedeutender Dichter der Reformjahre. Neben seinem einstigen Wohnhaus lohnt sich ein Besuchder hiesigen Pfarrkirche. GYÖNGYÖS PATA. Auf dem Berg oberhalb des Dorfes siedelten sich einst die landnehmenden Ungarn an. Als König Mathias Pata von den Hussitensöldnem befreite, entstand die gotische Kirche, deren schönster Schmuck der Jesse- Al tar im Stil der Spätrenaissance ist. Die im Mittelalter in den Rang einer Landstadt erhobene Siedlung ist heute für ihren Wein- und Obstanbau und natürlich ihren Wein bekannt. G YÖNG YÖSSOLYMOS. Die Gemeinde liegt am Südfuße des Kishegy, am Ufer des Nagypatak benannten Baches. Durch ihre günstigen natürlichen Gegebenheiten bietet sie ausgezeichnete Möglichkeiten für Tourismus und Erholung, beispielsweise die Jagd. Sehenswürdigkeit ist die Kirche, deren Turm um das Jahr 1400 herum erbaut wurde. GYÖNGYÖSTARJÁN. Die erste urkundliche Erwähnung der Siedlung stammt, aus dem Jahre 1275. Hatte 1461-1570 den Rang einer Landstadt. Beliebter Ausflugsort ist der ehemalige Jesuiten-Besitz: das Schloß von Fajzatpuszta und dessen Umgebung sowie das auch als Hotel fungierende Jagdschloß von Sós-rét. Ansehenswert der im IS. Jh. in den Felsen geschlagene, 542 m lange Haller-Keller, in dessen Eingangssaal eine Sammlung zur Geschichte des Weinanbausund der Weinherstellung präsentiert wird. KISNANA. Die Gemeinde ist vor allem durch die Ruinen der aus dem 15. Jh. stammenden BurgderFamilieKompoltisowiedievolkstümliche Architektur und Traditionen der im 18. Jh. angesiedelten Slowaken bekannt. Ihre Umgebung bietet ausgezeichnete Möglichkeiten, die Natur zu genießen, zur Jagd zu gehen oder sich einfach nur auszuruhen. MARK AZ. Eine Siedlung mit außerordentlich günstigen natürlichen Gegebenheiten, deren Ureinwohner vor 250 Jahren eingewanderte slowakische Familien waren. Im Norden grenzt sie an das Mátra, im Süden an einen 50 km2 umfassenden Stausee der Wassersportler und Freunde des Angelns einlädt, hier auszuspannen, ln den Wäldern finden Wanderer und Jäger ausreichend Gelegenheit, ihrem Hobby zu frönen. Einem aus dem vergangenen Jahrundert stammenden Wohnhaus mit Originaleinrichtung sollte man unbedingt einen Besuch abstatten. MÁTRASZENT1MRE. Die höchst gelegende Gemeinde unseres Landes. Mit seiner reinen Höhenluft und dem günstigen Klima ist es einer der meist besuchtesten Bergkurorte und Erholungsgebiete Ungarns. Die umliegenden Wälder werden im Sommer von Ausflüglern, im Winter aber von den Anhängern des Skisports gern besucht, die in kultivierten und heimeligen Privatzimmern oder Gasthäusern Unterkunft finden. PÁRÁD. Als im Jahre 1708 Ferenc Rákóczi 11. in der im Nordteil des Mátra gelgenen Gemeinde eine Glashütte errichten ließ, begann diese sich rasch zu entwickeln. Ein halbes Jahrhundertspäterentdeckteder Amtsarzt Ferenc Markhotalaunhaltige Heilquellen und Henrik Fazola eröffnete Erzbergwerke. Ende des 18.Jh. entstanden hier Bäder, von 1813 an wurde das Quellwasser auch zu Heilungsgzwecken verwendet. Im 19.Jh.errichteteman Kurhotels. Die Quellen eignen sich zur Heilung von Frauen- und Magenkrankheiten. PÁSZTÓ, ln der bereits zur Frühárpádenzeit bewohnten Siedlung gründete König Béla 111. 1190 ein Zisterzienserstift. Besondere Sehenswürdigkeit ist das HausdesSchülrneistersausdem 16. Jh. Zur türkischen Besatzungszeit ein frequentiertes Provinzstädtchen, ist die Stadt durch den imposanten Stausee von Hasznos mit heilendem Quellwasserbad, den stimmungvollen Straßen, und Kunstdenkmälern heute das westliche Tor zum Mátra-Gebirge.