Heves megyei aprónyomtatványok 8/I
Das mittelalterliche Eger hat zuerst als Handelszentrum eine wichtige Rolle gespielt. Seit dem XV. Jahrhundert entwickelte sich die Stadt rasch. Die Burg von Eger, der Schauplatz ehemaliger Kämpfe, der Stolz unserer Nationalgeschichte, erinnert uns an das heroische Standhalten im XVI. Jahrhundert. Man schrieb 1552, als die welterobernde türkische Armee, welche einen Sieg nach dem anderen feierte, unter Eger ankam. Die Burg wurde von Kapitän István Dobó und einer Handvoll Ungaren verteidigt. Das Standhalten der Helden von Eger hat bewiesen, dass die wirkliche Kraft, die auch der Übermacht widerstehen kann, in den ihre Heimat liebenden, menschlichen Seelen liegt. Nach fast 40 Jahren haben die Türken wieder angegriffen. Die bereits wieder befestigte Burg wurde damals von Söldnern verteidigt. Nach einem kurzen Sturm haben diese die Burg aufgegeben. 91 jahrelang dauerte die Türkenherrschaft in Eger. Daran erinnert uns eines der interessantesten Denkmäler der Stadt: das Minaret. Im XVIII. Jh. wird die Stadt durch einen Aufschwung charakterisiert. Damals entsteht das gegenwärtige Stadtzentrum mit den architektonischen Prachtwerken, auf welche die Erlauer mit Recht so stolz sind. Die Andenken der Barockzeiten sind dominierend und verleihen der Stadt ein eingenartiges Milieu, eine eigenartige Stimmung. In der Stadt befinden sich mehr als 150 Denkmäler und Gedenkstätten, Fresken, Gemälde und Statuen; sie erinnern uns an die Kunst der Vergangenheit und zur gleichen Zeit sind diese Vorbilder des modernen Denkmalschutzes. In den XVIII—XIX-en Jahrhunderten wird die Stadt zum Kulturzentrum. Neben den Schulen der unteren und mittleren Stufe funktionierte hier die erste Lehrerbildungsanstalt ungarischer Sprache. Bedeutende Rolle hatte die Stadt auch in der ärtzlichen, theologischen und juristischen Ausbildung. Die Industrialisierung hat Eger kaum berührt. Bis 1950 gab es keine bedeutenden industriellen Betriebe. Unter den landwirtschaftlichen Zweigen spielte der Weinbau die Hauptrolle. Nicht nur die Burg von Eger, sondern auch die erlauer Weine haben im Fremdenverkehr eine grosse Anziehungskraft. Eger wird nicht nur wegen ihren Denkmälern besucht, die Heilquellen locken auch viele Touristen hierher. Die Thermalquellen der Stadt waren auch schon für Wassersport sehr geeignet. Diesen ist es zu verdanken, dass Eger ein Mittelpunkt des ungarischen Wassersportes ist. Eine nie gesehene Änderung zeigt sich heutzutage im Leben der Stadt. Den patinierten Charakter der an Denkmälern reichen Altstadt bewahren die Erlauer sorgfältig. Die von den Vorfahren geschaffene architektonische 23