Házi Tájékoztató, 1942. április

1942-04-07 [1958]

WPö He Bukarest, 7. April^ /D-NB/ Der stellvertretende Ministerprasident Michael Antonescu gewahrte élnem Vertreter des Gurentul ein Interview, in dem er eíuen Uberblick über die gegenwartige Lag3 und díe künftige Sntwicklung Ru­maniens gab. Nuch dem Kriege - so sagte cr - würden wirtschaftliche und moíaliscbe Krlsen kommen. Diese Krisen könnten nur jene Staaten meistern, die sich von vorneherein auf ein neues Wirtschaftssystein eingestellt ha­bén. Auf politisőhem Gebiet müsse Rumanien eine Politik des nationalen Zusaa: enschlusses treiben, denn es sei eine Nation, die für ihre Einheit Blut vergossen hat. Der Kri eg und die Weltkrise seien auf die Tatsache zurückzuführen, dass das XX. Jahrhundert nicht imstande war, eine Staats­f ;>rm zu finden, die die Massen befriedigte, und eine machtige interna­tionale Organisation zu schaffen. Daher müsse Rumanien einen autoritáren Staat bilden, wes durchaus nicht Tyrannei bedeute, sondern Schutz der Biiizel-Personon gegen dcn pbbel.-Weiter erklílrte Michael Antonescu, der Einzelne habe cin Anrecht auf Schutz nicht als Individium, sondern als Trag3r schöpferíscher Arbeitsleistung. Das alte, unzulangliche und un­heilvolle Pártelsystem verde durch ein Régime ersetzt, das den Staat und das völkische Lében organisiert. In erster Linie sorge man für die Landwirtschaft, in der die Mehrheit der Bevölkorung besoháftigt is. Ru­manien brauche keine Programme, sondern entschlossene Manner, und der Staat werde d:e Privatinttiative in Rahmen des Einsatzes für den Staat begünstigen. Als Soidatenvolk habe Rumanien eine Aufgabe im Südosten Euro­pas zu erfüllen* - Wir habén schwere Aufgaben zu eríüllen - so schloss Michael Antonescu abor kein grosses Geschick vollzieht sich, xvenn man nicht das Kreuz von Golgatha auf sich nimmt, Auf dje Passionszeit folgt die Auferstehung. /MTI/ W P8 He 0 s 1 o , 7, Aprll, /DNB/ "Aftenpesten" beschaftigt sich üeute mit dem sogenannten Kircir.-usxreit in Norwegen und veröffentlicht gleichzeitig Aufsátze von Geistlichen, in denen. Kirchenvolk und Pastoren eufgefordert v/erden, "wieder zur Vernunft" zu komáén* Aftenposten geht von der aus Moskau und London stammenűen Propaganda aus und betont, dass es diese Drahtzieher ver­suchten, das ncrwegische Volk auf dem Wege über gedungene Handlanger zu Unbesonnerheiten zu hetzen. Beweise liegen dafür vor, - so stellt das Blatt fest - dass burüchtigte Aufwiegler, die aus der altén marxi stisch­norwegischen Parteiveit starmen, heute in den Kirchen Psalmen und Chorále zu politischen Demonstrat ionén herabwürdigten, und dass dabei Gottlose von gestern plötzlich heute als Vorsilnger fungiertem. Moskau und London Ju­ta elten über die néne lelle der Unruhe, die ihre Handlanger innerhalb der norwegischen Kirche zu entfesseln suchten, ebenso wie sie in den Schulen die Unruhe verstárken wolltan. Aber Moskaus und Londons Helfer vergessen, dass daa ehrlíohe und anstandige norwegische Volk Arbeitsruhe, aber keine

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