Házi Tájékoztató, 1939. december
1939-12-23 [1930]
ff Y/Y Berlin, 23, Dezember /DNB/ Amtlich wird verlautbart: Das nach langero. Z'gern gastcrn von der franzó'si schen Regierung voröf fontlichte Gélbe Buch zur Vorgoschi'-hto des Kri eges bostatigt nunmehr auch von franzősischor Soito die Schuld dor Westmachto am Kriogsausbruch. Dicső Dokumcntsammlung ist eine völlig willkürliche und ljickenhaftc Auswahl von Schriftstückon, dic dio für clcn Kriogsausbruch Yíichtigstcn Vorgango nicht bchandolt, Aber selbst in dies"cr Form bewcist sic aurs ncuo, dass dic Westmachto nichts góton habon, um Polen vom fog des Verdcrbons zurückzuhalten. Der Angriffswillc des polnischen Chauvinis mus und dic Vcrgowaltigung des deutschen Volkstums, dic dor Telt heuto in állon Sinzclhoitcn bekannt sind, wurden von don Wostmachtcn bowusst godoltet, um Deutschland zu zwingon. in borochtigter Notwohr Gowalt mit" Gowalt zu boantY/ortcn, demit den Völkorn Wostcuropas cin Vorwa,nd für don Beginn des Einkrcisungs kri eges geliefort wordon konno. In dicsem Zusamnenhang sei zunachst auf oinigc dor- eklatanteston Widersprüche und Lugen dieses Gelbbuches hingewicsen. So behauptet das Belbbuch, der* Rcichsausscnminister habe bei seinom Besuch in Paris im Dezember 1938" crklart, "űr werde soglcich nach scinor Rückkchr dic Frago cinor intornati'.nalon Garantiorung doB 1 Tschccho-Slowa'roi crncut in Srwagung zioh'en. Gcnau das Geg^nteil ist wahr. Dor Rcichsausscnminister hat dem Tranzősischen Aussónministcr, als dic sor das Thoraa der Garantio anschnitt, erwidort, dass das Aufworfon dicsér Fr^go dic dousch-franzősischen £oziehungcn sofőrt wirdor trüben würde, worauf dann Bonnot scinerscits" doütlich" zu orkennen gab, dass Frankrcich sich zukünfi M an don Ostfragon dcsintercssioren worao, vi Fcrncr versucht das Gclbbuch, die altén Propaganialügcn über dic Vorgango beim-Besuch des Prasilcnten Hacha in Bcrlm im Marz 1938wi~eder auf züwSrmen. Die Berichte des f ranzó'si schen Botschaf ters, der vohídiesen Vorgangen keinerlei persŐnliche Kenntnis habén konnte " müssen nach allém, was von aratlicher deu scher Sei te hierüber bekanntgeg-ben wordon ist, von A bis Z als glatte Geschichtsfálschung bezcichnet werden, Nur aus dom cn^lisch-franzősischen Krieg/swillcn heraus ist es ferner zu verstc-hon. dass dor franzősischu Botschafter in Berlin sich durch cinen Bcricht vom 17. August erdreistet konnto, das Bcho der deutschen Presse auf dic Vcrfolgung der Volkááeutschen in Polen als Propagand amittol hinzustellcn, das nur cinen Vorwamd für dic deutsche Intcrvention liofer*n sollte. Dicsér Kriegswillc dor TCostmachte mussto naturmogass in dem grosszügigen letzten Ver s tan digungs angebot des Pührors an Polen eine schworo Gefahr schen. Auch dics wird im íranzősischen Gclbbuch offon" zugeguben. 3s wird zwar behauptet, Frankrcich und Gr ossbrit 1 anion há ton in «arschau interveniort, demit Polen das urspnunglich von 3ng~" land goforderto und nach ongíiscnon Bchauptungon."von Polen schon gobil-* ligtc Vcrfaiiíon der direkten Besprochungen annehme. Die wahren Absiccftten der englisch-franzősischen Politik enthüllt Botschafter Coulondre in-" dem er seiner Regierung berichtetet, dass ein Kommen Bocks nach Berlin" eine "ernste Unannehmlichkeit" bedeuten müsse, da diós einen zu grossen "moralischen Hsrdtolg 1 " Deutschlands bedouton würde, den man der nationalsozialistisch'cn Regierung nicht gönnen wollto. Das am 30. August Abends dem englischen Botschafter in Berlin mitgetoilte und crlautcrto deutsche Angebot /sogenannte 16 Punkto/ an Polen, das am 31. August der Welt durch don deutschen Bundfunk bekanntgogoben wurde>ist von der internatipnalen ' Qffentlichkeit als gerechter und billiger Losungsversuch anerkannt worden. \ /Forts.folgt./ ORSZÁGOS LEVÉLTÁR * **" "~ * — Kszekció <2?L