Házi Tájékoztató, 1939. november
1939-11-01 [1929]
Ve Sl/Bl B e r I i Hsa 7 P- • Tft^lllE7T#Pfl yar íávlr *** Xroáa/ Unter der ^lrícnr¥ft n ^\!M , fe^aetsblook in Südosten" schreibt die Essener ^ationalzeitung in ihi-em Leitaufsatz u.A. folgen&es: Obwohl alle Yölker, die im Donauraune siedeln, den Nutzen eines geneinsanen Vargehens orkannt habén, ist es in ihrer bisherigen Geschichte noch nieraals zu einen wirksanen Eusanraenschluss allor Bctoiligten gckoniaen. Die Spannungon und Sehwiorigkeitcn, mit dcnon der Südostraun überrcichlioh goscgnct ist, habo dics vcrhindort. Scit tea x^bschluss der Pariser Vorortwortraogo sind dicáo Sehwiorigkeitcn kcincsvjcgs klcinor gewordoxu Einzelne Staaten vmrden auf "Ecsten ihrer H a ehbaren ausseror-dentlioh günstig mit Gebietsteilen ausgestattet, so dass aus ihnen kleine Abbilder der vielges chmaehten Habsfeurger-Monarchie, alsó Vi&isvölkerstatoten wurden. Die Zerrissenheit des Donau-Balkanraumes als po.litische Einheit schien unaustllgbar. Alle auf eina engore Zusammensohliessung des Donauraumes abzieloiido Bestrebungen waren von vornhorein zum gchcitern vorurteilt, solange im Hintórgrundo Versaillcr Idoon standon. Diós tfifft auf den Donauplan Tardicus obenso zu, wio auf don, des lacngst vorgGsscnen Hdrrcn Hodschas. Dic Kiölne Entento v?ar nicht s andercs als cin auf das engste an (Krankrcioh gokettotdr Bund dor Sicgcr gegen dic Rcvision hcischerden Besicgtcn und auch der B alkon bund war nur cin Zusammcnschluss cincs Tcilcs-dor Balkanvölkcr. Ungarn so-raohl als auch Bulgarien stand absclts. Dic cillgomcinc politischc Entwicklung hafcto heute auch im Südostc.i gegon frühorc Zeiten cinen Kracftoausglcich gobracht, dor den Godankon an gctfaltsamc Rcvisioncn zuliess. . An der ungarischen und ruma nischen Grenze wurden die Truppén zurückgezogen und demobilisert, obwohi. seit Wochen zwischen den európaeischen Mae eliten Krieg geführt wird. Gerade diese Tatsache ist s ymp torna tjíis eh. Erst daa gewaltige Geschehen ,das sich seit dem l.September **i "'iro^a vollzieht, hat den Sildostvölkern zum Bewus stgjein gebracht,. A " Wia sehr sie floch ein gémeinsamcs Schicksal tragen. Sie sind zum Náchdonkon darüber gebraeht worden, dass sic cs wohl in der Hand haben, mit ihren rund 70 Millioncn MQ schen cinen Block dor Noutralitact zu bilden, dass sie im passiven Sinno sozusagon die ' JPunktion oiner Grossmadht crfüllcn können, indöm sie cinandor feclfcn, ihre Noutralitact zu Bohrén, dass sie aber niemals als Handlanger der westlichen Grossmaechte in das Geschehen eingreifen dürfen, wollen sie nicht das Schi elcsal Polens teilen. Natúr li eh ist die Annaeherung der Südoststáaten nicht aus hei terem Himmel gekommen. Wir erkennen die Hand Italiens, die seit langem bemüht ist, auf dem Balkan Ausgleiche zu schaffen und Misshelligkeiten zu be seit igen. Auch hinter dem Vermi ttlungsversuch Jugoslaviens in Ungarn und Rumaenien wird man Italiens Initiative vermutén dürfen. Die Sicherheit und Ruhe der Südoststáaten ist auch ein Teil der Sicherheit Italiens,. Deutschland sieht die Bestrebungen zur Schaffung einoe Neutr-litaetsblocks im Südosten aus a6hnlichem Gosichtsninkol air Italien, Es tfoiss, dass oin in sich geschlosaonor Doncuraum"kcincn Platz far Exparlmcnto tJ©0tnuvr»oixWUL<shar Eriodcnstöror abgicbt,'Mit don Bcmühuugcn um cinen Ncutralitactsblock ím Südosten sind natürlich dic vorhandouon Schwicrlgkcitcn kcincswcgs ^osoitigt, aber dcrlTillo, oinc gemcinsamo Plattf-orm zu findon, nird cinc Atmosphaoro schaffon, dic oher als dor Zustand einer daucrndon bc^affneten Bcrcitsohaf^ eino allmachlicho Ausraoumung dor Schrdorigkcitcn zulacsst. /Fortsctzung folgt$