Házi Tájékoztató, 1929. január-március

1929-01-14 [1905]

/-/ Prag, 14. Január, /Ung.Tel .-Korr.-Bureau/ Das Prager Tagblatt schreifat unter dem Titel " Gentryoffensive gegen die Bodenreform" über die Tagung des gemischten tschechoslowakisch-ungarischen Schiedsge­richtes in Haag wie folgt: Gegen den Kern der ungarischen Klage &&streitet die Tsche­choslowakei als Angeklagter,. dem zwiscnen der Tsohechoslowakei und Ungarn errichteten internationalen Gerichte das Recht ab, sich mit Klagen, die die tschechoslowakische Bodenreform betreffen, überhaupt zu tefassen. Der tschechoslowakische Staat verlangt vem Gerichte, dáss es sich für úm die Verhandlungen von Klagen, die aus der tschechoslowakisohen Bodenre­form stammen, als unzustaendig erklaere. Das Urteil kann somit zweifaches enthalten. Das Gericht wird sich entweder als zuataendig oder als unzu­staendig erklaeren. Tscheöhiccherseits wird aehnlich, wie von rumaenischer Seite die ungarische Interpretation des Artikels 250 des Friedensvertrages von Trianon von Anfang an mit aller Energie bestritten. Der beklagte tsche­choslowakische Staat führt gegenüber den ungarischen Klagen aus, dass Artikel 250_ zwar der Tschecho áüLcwake i und Rumaenien verboten habe, zu bestimmten líassnahmen gegen die ungarischen Staatsangehörigen zu greifen, dass aber weder der Text des Artikels 250, noch dessen Autore n die-Absicht verfolgten, der Tschechoslowakei zu verbieten, ;edwedes Eigentum auf tsehe­chischem Territórium überhaupt anzutasten. Nach tschechischer Ansicht verbietet Artikel 250 bloss ••assnahmen ganz besonderer Art, naemlida mit einem Kriege zusammenhaengende "'"assnahmen, derén "ntiv eine feindseüge gx Gesinnung des tschechoslowakischen Staat es gegen die ungarischen Staatsangehörigen als eheaaligen Feinde waere. Nach tschechischem Standnunkt sind ungarische Staatsangehörigen nicht berechtigt, bei dem tschechoslowakisch-ungarischen gemischten Schiedsgericht in jedem Falle zu klagen, wo durch die tschechoslowakische Gesetzgebung ihr Eigentum berührt wird, sondern nur in dem Falle, wo der tschechoslowakische Staats ung arisohes B igent um durch eire besondere Ausnahmegesetzgebung berührt, die auf Grund der früheren Feindschaf t gsgen die ungarischen Staatsangehörigen gerichtet wird. Die tschechoslowakische .Dodenreform wurde für allé Gíiter und Immobil ien in der Tschecho slowakei nach den gleichzeitig allgemein gültigen Gesetzen durchgeführt, und die ungarischen Staatsangehörigen könnten davon nicht ausgenommen werden. Auf Grund dieser Auslegung des Artikels 250 snricht dann die tschechoslo­wakische Republik folgerichtig dem gemischten"Schiedsgericht das Recht ab, sich mit der Gesetzgebung der tschechoslowakischen Bodenreform und ihrer Applikationen in einzelnen Faellen zu befassen. P L> .5 F \ r ± s > j^ár 14./Magyar Távirati Iroda/ A Volonté buda­pesti távirat alapján közli gróf Hunyadi Józsefnek, a Pester Lloydban megjelent helyreigazító cikkét gróf Polzer-Hoditz állit ás aival kapcso­latban. 1 P. . $ B á r i s, ianuár 14./Megyar Távirati Iroda/ A Petit Pá­risién jelenti szófiai távirat alapján, hogy a magyar kormány Szófiá­ban t apogat ózott egy magyar-bolgár szerződés megkötése tárgyában, ayyel semmiféle függő kérdés nincs a kát állam között, - amelyek kü­önben is a legkivalő-.b viszoiyt tartják fenn - a bolgár kormány fog­lalkozik a magyar ajánlattal.

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