Házi Tájékoztató, 1928. június-december

1928-06-21 [1904]

:: Berlin , 21. J u ni. /Ung. Tel.- Korr.- Bureau./ Per Chefre­dakteur des Berliner Tageblattes, Theodor Wolff beschaftigt sich in einem Leitartikel mit der Konferenz der Kleinen Entente und führt unter anderem aus : Es wird den drei Staaten schwer werden, ihre Position gegen die Grossmacht Italien zu verteidigen. Der Machtfaktor des Balkans, die Kleine Entente ist von den "/eltmarkten abeedrangt und wird seine Stellung ausserdem neuerdings durchbrochen von den\neuen "ochkcm^ling Ungarn, das schon so viel Kraft wiedererlangt zu habén glaubt, dass es kürzlich die Froundschaft Ita­liens siűM zu vermitteln anbet. Áuf der Plusseite der drei Staaten freilich ist Frankreich, die bedeutendste milit&rische Macht des K 0 ntinents. Piese Gro C! smacht ist auf Grund der gewiss unangenehmen Rothermere Aktion und der bei dm Fuasolini Erklarungen mit den " L drei Staaten der Kleinen Entente noch inniger verknüpft. Sie vertreten die Idee der unverletzlichkeit der Friedens­vertrago, jedoch nicht nur gegen Trianon alléin, sondern, wie mUnfder Seine sagt, lautet die Parole : Friede auf dor Basis űer Vertragé. Diese Parole wird auf der Konferenz der Kleinen Entente zweifellos dominioren. MHn wird dort Resolutionen fasson und im Sinne von Benes und Titulescu, denen sich natürliuh Marinkovics zugesel len iwird/ in Fámon des Woltfriedons an die Vfeltögfentlich­keit appollioren. Man wird Rothermere und Ungarn verurteilen und wird dabei wohl auch an die 'Vaffen schl&gen und vielleicht gar auch noch nach Rom ein Paar lehrhafte '.'Törte richten. Wi? das etwa nützen ? '"enn Mussolini will, ja. '' r enn í"\Issolini nicht will, dann nein. | aUt\t Wien, 21. Juni. /Ung. Tel.- Korr.- Bureau./ In einer ges térti abends vem deutschsozialen Vérein veranstalteton Kundgebung für Südtirol hat der bekannte Rassenschützler Dr. Walter Rie^leine Rede gehalten, worin er un­ter anderem sagte : VVir sind dem ungarischen Ministerprásidenten Gráfon Beth­len zum Dank verpflichtet, wcil er offen erklart hat, da^s er die Fround­schaft mit Peutschland nicht wegen Südtirols aufs Spiel setzen kann. VielleioM Versteht J%ssolini diose Sprache. M Tir wünschen eine Koalition Englands, Ita­li ens und Ungarns mit Peutschland. Aber diese Koalition gegen die Kleine En­tente und den Bol schewismus wird nie zustande kommen, wenn un sere Brúder in Südtirol weiter unterdrückt werdon. Ich glaube., Gráf Bethlen háttc nicht so gesprochen, wenn Mussolini dies nicht hören wollte. Redner betonte, dass dio Peutschen mit dem itálienischen Volk nicht in Unfrieden lobon wollen. Über Antrag Rio'ls wurdc- beschlossen, an Mussolini einen Brief zu richten, worin er orsucht wird, Südtirol soinon recJhtmassigon Bositzorn w'ieder zurückzugeben; dann wurden 76 Millionon Peut scho seine bogeist érten Freunde werden. _ 5í

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