Házi Tájékoztató, 1928. március-május

1928-03-09 [1903]

F o r t s e t z u n g des Berliner Berichtes, Vossische Zeitung. Jetzt zeigte es sich wieder einmal, dass die kleine Entente nicht mehr auf die geschlossene moralische Untersttitzung der gro ssen Fntentc gegen Ungarn zaehlen kann. Als Praesident Masaryk, heisst cs im Bericht wei­ter, zum ersten *%le *ffentlich die Mcglichkeit von Grenzreguliorungen an­gedeutet hat te, war das ungarisehe Echo nicht gerade ermutigend. Informierte Diplomaten und P 0 litifeer glauben nicht, dass Ungam heute grössere Berci t­schaft zeigen werde, auf dieser Grundlagc zu verhandeln. Allerding ist zu bemerkne, dass nicht nur Friedrich, sondern auch andere oppositionellen ^olitiker öffentlichen davor warnen zu sollen glauben , dass sich Ungarn ganz auf Italien stütze. Ob Gráf Bethlen sich áhnlichen Srwegungen verschliesst odor ob er : ' sie im Gehemmen für begründet ansieht und nicht doch Ver­handlungsboreit für die Vc-rschlage Dr. Benes' ware, b&eibt abzuwarten. Es kann sein, dass hier allmá&lieh eine Schwankung eintreten werde. Benes will noch die Zustimmung Rumaniens, Jugoslawiens, Frankreichs und nicht zuletzt Englands sichern. Von einer Beteiligung Peutschlands ist, so sagt der Kor respondent, nicht die Rede. Daraus folgt, dass für Österreich eine Mitwtr­kung an den Planen Dr. Benes' nichts verlockendcs habon kann. Informierte wollen wissen, dass Dr. Seipel den Augenblick für ein Mit tel európai sches I 0 carno nicht für gekommen halté. Der Körrespondent meint, es dürfte wohl auch angenommen werden, dass auch die österreichischen Partéién eine aktive Beteiligung an irgendwelchem Plan, der doch letzten Endes dic T onauföderation wieder auf Tapett bringon könnte, ablehnt. Dr. Benes, so führt der Korrespon dent aus, geht einem schwercn Fiaskó entgegen, solange er den '*'eg zu dem wirklich alléin möglidhen Mitteleuropa findet, das^ ohne Deutschland nicht gedacht werden kann und in Wien auch nicht gedacht wird. Das wahre mittel­• európaische Locamo kann geschlossen werden, wenn man die '^irtschaftsunion z"'ischen Deutschland, der Tschecho-Slowakei und österreich anstrebt, woran Ungam seinen Anteil h-aben könnte und ebenso Jugoslawien. P a r i s , 9. Marz. /Havas./ Die hiesige tschechc-slowakische Ge­sanátschaft erkiart : Die Melőungen,/. ameri kani schen Blattes, wonoch die Tschecho-Slowakei béreit ware an Ungarn einen Teil der Gebiete, die es ver- i lor en hat, unter der Beöingung abzutreten, dass es zustimme, an einer zen­traleurop&ischen Zollunion teilzunehmen, ist vollstandig uhbegründet. Ebenso unrichtig ist es , dass M^nister des Aeussern Benes den Bundeskanzlor Dr.Sei­pel eingela^en hStte, ihn in Prag zu be suchen, um vor alüű m über das Projekt einer Zollunion zu konferieren. /UTKB. / /_eines fi e n , 9.Maerz /Ing.Tel.-Kcrr.-Bureau/ Aus ^enf wird gemeMet: Das Dreierkornité zur Untersuchung der ungarischen Waffenangelegenheit hat gestern in spaeter Abendstunde die Prüfung der Bckumente durch Sachver­staendige beg-ennen. Pie erste Prüfung ergab, dass die ven Budaje st gelieferten -Beweisetücke keineriei Auskünfte aber die wirklicheHerxunft uni Bestimmung der Waggcns bilden. Cer Bericht des Dreierk.omités, der im 4er Vcllsitzung .am Samstag behandelt werden wird. wird auch noch andere Lücken des Materials, die eine Untersuchung erfordern, auf zeigen.

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